Katastrophe im Parfümlager in Kocaeli Dilovası war absehbar: 'Illegale Bauten, Kinderarbeit..!'
Nach dem Brand in einem Parfümlager in Kocaeli Dilovası, bei dem 6 Arbeiter ums Leben kamen, berichten Augenzeugen, dass trotz mehrfacher Beschwerden über den illegalen Bau keine Maßnahmen ergriffen wurden, Kinder beschäftigt wurden und der Betrieb keine Lizenz besaß.
12punto
Nach dem Brand in einem Parfümlager im Bezirk Dilovası in Kocaeli, bei dem 6 Arbeiter ihr Leben verloren, erklärten Augenzeugen, dass das Unglück vorhersehbar gewesen sei. Dass das Lager nach Ausbruch des Feuers nicht abgerissen wurde und der Betrieb ohne Lizenz weiterlief, rückte das Versäumnis der Behörden in den Fokus.
"ICH HABE MICH MEHRFACH BESCHWERT"
Bürger behaupteten, dass die Behörden trotz mehrfacher Beschwerden über das betreffende Parfümlager nicht gehandelt hätten. Ein Augenzeuge schilderte den Moment des Brandes: "Eine Frau sagte, dass sich 4-5 Kinder als Arbeiter darin befanden. Ich habe einen Arbeiter gelöscht, dann kam die Feuerwehr." Zudem wurden Vorwürfe laut, dass es sich bei dem Lager um einen illegalen Bau handele und keine Betriebserlaubnis vorliege.
Anwohner machten bemerkenswerte Aussagen zu den Entscheidungen des ehemaligen Bürgermeisters bezüglich illegaler Bauten und dem Eingreifen der städtischen Ordnungsbehörde. Ein Zeuge, der darauf hinwies, dass das Gebäude trotz eines nach den Beschwerden erlassenen Abrissbeschlusses immer noch stehe, sagte: "Der Bürgermeister hatte gesagt: 'Ich müsste alle Gebäude in Dilovası abreißen, bevor ich dieses abreißen kann.' Denn der Besitzer dieses Ortes war ein Verwandter des Bürgermeisters."
"ICH HABE DIE SCHREIE DER KINDER GEHÖRT"
Direkt nach dem Brand berichtete ein weiterer Augenzeuge, dass sich Kinder als Arbeiter im Inneren befunden hätten, er deren Schreie gehört habe und wies auf eine große Vernachlässigung hin. "Hier wurden Schüler für 200 TL am Tag beschäftigt. Die Verantwortlichen dieses Betriebs tragen die Schuld an diesem Vorfall", erklärte er. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass das Lager chemische Produkte enthielt, der Ort jedoch kein Gewerbegebiet sei und solche Produktionen nur in organisierten Industriezonen stattfinden dürften.
VORWURF DES WEGSEHENS DER BEHÖRDEN
In den Erklärungen zu dem Vorfall wurden die Versäumnisse des ehemaligen Bürgermeisters und der Ordnungsbehörden betont. Ein Augenzeuge hinterfragte die Verantwortung der Behörden mit den Worten: "Hamza Şayir hat diesen Anlagen die Erlaubnis erteilt. Er hat seine eigenen Landsleute bevorzugt."