Keine Freilassung durch das Gericht: Verhandlung von Barış Pehlivan vertagt
Die Verhandlung gegen den Journalisten Barış Pehlivan, der im offenen Vollzug Maltepe festgehalten wird und dem das Recht auf Bewährung verwehrt bleibt, wurde auf den 16. November vertagt.
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Der Journalist Barış Pehlivan, dem das Recht auf Bewährung verwehrt wurde und der seit drei Monaten im offenen Vollzug Maltepe festgehalten wird, musste sich heute erneut vor Gericht verantworten.
ZAHLREICHE MENSCHEN ERSCHIENEN ZUR VERHANDLUNG
Vor Beginn der Verhandlung kamen zahlreiche Journalisten und Bürger zum Justizpalast Çağlayan, um Pehlivans „Prozess für die Freiheit“ zu unterstützen.
Der Anwalt von Ömer Faruk Aydıner, der Anzeige gegen Pehlivan erstattet hatte, erklärte, dass die Anzeige nicht zurückgezogen werde. Aydıners Anwalt sagte: „Unsere Anzeige besteht weiterhin. Wir fordern die Bestrafung des Angeklagten.“
GERICHT BESCHLIESST VERTAGUNG
Die Staatsanwaltschaft verlas ihr Plädoyer. Darin forderte sie eine Strafe für den Journalisten Barış Pehlivan.
Nach der Verlesung des Plädoyers sagte Barış Pehlivan: „Wenn aus diesem Prozess eine Verurteilung hervorgeht, dann sagen Sie uns doch bitte, über welche Themen wir schreiben sollen. Wir müssten Sie dann wohl erst fragen!“
Das Gericht vertagte den Prozess auf den 16. November 2023. Die Anwesenden im Saal reagierten mit Unmut auf den Richter.
„WAS SIE HIER TUN, HAT NICHTS MIT RECHT ODER GEWISSEN ZU TUN“
Barış Pehlivan äußerte sich daraufhin wie folgt:
„Ich bin wegen eines Textes von vier bis fünf Absätzen hier. Bitte treffen Sie eine Entscheidung. Verurteilen Sie mich, wenn es sein muss. Treffen Sie heute eine Entscheidung. So viele Menschen warten seit acht Stunden. Ich stehe nicht zum ersten Mal als Angeklagter vor Ihnen. Sie schicken mich wieder ins Gefängnis. Das ist Grausamkeit. Was Sie hier tun, hat nichts mit Recht oder Gewissen zu tun. Weil Sie keine Entscheidung treffen, weil Sie diese insgesamt zehn Seiten nicht gelesen haben, werde ich morgen wieder ins Gefängnis gehen.“