Kemal Kılıçdaroğlu reagiert auf das Urteil im Kobani-Prozess
Der 7. Vorsitzende der CHP, Kemal Kılıçdaroğlu, äußerte sich auf seinem Social-Media-Account kritisch zum Urteil im Kobani-Prozess.
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Im Kobani-Prozess wurde Selahattin Demirtaş zu 42 Jahren Haft verurteilt, nachdem seine lebenslange Haftstrafe aufgrund von Strafmilderungen reduziert wurde; Figen Yüksekdağ erhielt eine Freiheitsstrafe von 30 Jahren.
Während Ahmet Türk zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde, wurden Altan Tan, Ayhan Bilgen, Aysel Tuğluk und Bircan Yorulmaz freigesprochen.
Für Gültan Kışanak und Sebahat Tuncel wurde eine Haftstrafe von jeweils 12 Jahren verhängt, wobei gleichzeitig ihre Freilassung angeordnet wurde.
Sırrı Süreyya Önder wurde ebenfalls freigesprochen.
Die Urteile wurden einstimmig gefällt.
Der 7. Vorsitzende der CHP, Kemal Kılıçdaroğlu, reagierte auf seinem Social-Media-Account auf die gefällten Urteile.
Kılıçdaroğlu äußerte sich wie folgt:
''Die Waage der Gerechtigkeit ist heute erneut zerbrochen…
Wie in jedem Land, in dem Legislative, Exekutive und Judikative einem einzigen Mann unterstellt sind, ist leider auch in unserem Land die Tür zur Rechtsfindung für die Gerechten und Unterdrückten verschlossen und dient nun den Interessen und dem Umfeld von Diktatoren. Niemand sollte vergessen: Die Gültigkeit aller heute gefällten Urteile währt nur so lange wie die Amtszeit der autoritären Regierung. Im Gewissen und in den Augen unseres Volkes haben diese Urteile keinerlei Bestand. Deshalb darf man Diktaturregimen nicht die Hand reichen und kein Werkzeug des Systems werden! All dies ist nicht normal, weder gewissenhaft noch moralisch. Der Kampf gegen die autoritäre Führung ist unsere einzige Option auf diesem Weg. Alle Demokraten müssen diese Wahrheit erkennen. Wenn wir aufgeben, wird der Schlag im Nacken unseres Volkes nur noch härter. Vergessen wir nicht: Es gibt kein anderes Türkiye!''