Kemal Okuyans Erklärung zum '15. Juli': 'Wie können die Fethullah-Anhänger als gescheitert gelten, wenn es darum ging, das republikanische Erbe zu vernichten?'

Der Generalsekretär der TKP, Kemal Okuyan, äußerte sich anlässlich des 10. Jahrestages des FETÖ-Putschversuchs vom 15. Juli auf seinem Social-Media-Account mit markanten Aussagen.

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Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), Kemal Okuyan, äußerte sich anlässlich des 10. Jahrestages des FETÖ-Putschversuchs vom 15. Juli auf seinem Social-Media-Account mit markanten Aussagen. Okuyan räumte ein, dass der Putschversuch in militärischer und engerem Sinne gescheitert sei, argumentierte jedoch, dass die von den Fethullah-Anhängern übernommenen Missionen noch heute lebendig seien, wenn man das gesamte politische und gesellschaftliche Ausmaß der Zerstörung vor und nach diesem Prozess betrachte.

Okuyan behauptete, dass die Organisation bei der Aufgabe, das fortschrittlich-republikanische Erbe der Türkei zu lähmen und das Land auf der Achse USA-NATO zu halten, leider "erfolgreich" gewesen sei.

"LEIDER GIBT ES HIER EINEN ERFOLG"

Kemal Okuyan betonte, dass der 15. Juli nicht nur als militärischer Aufstand, sondern in seinen historischen und klassenbezogenen Dimensionen gelesen werden müsse, und äußerte sich wie folgt:

"Der Putschversuch vom 15. Juli ist im engen Sinne gescheitert. Der vielschichtige Vorstoß eines blutigen, arroganten und heuchlerischen Netzwerks ist ins Leere gelaufen. Wenn wir den Prozess jedoch als Ganzes betrachten, mit allem, was davor und danach geschah, dann gibt es leider einen Erfolg. Die Fethullah-Anhänger hatten die Mission übernommen, das republikanische Erbe zu lähmen, erstens, und sie waren damit beauftragt, die Türkei auf der Linie der NATO und der USA zu halten, zweitens. Sieht heute irgendjemand hier ein Scheitern?"

"SIE KÖNNEN NICHT ALS GESCHEITERT GELTEN, NUR WEIL SIE AM 15. JULI VERSAGT HABEN"

Der TKP-Generalsekretär wies auf die historische Vergangenheit von Sekten- und Gemeinschaftsstrukturen in den staatlichen Institutionen sowie auf deren internationale Verbindungen hin und setzte seine Erklärungen mit scharfen Worten fort:

"Eine von der CIA genährte Verschwörungsbewegung, die seit den 1990er Jahren von den einflussreichsten Institutionen und Personen geschützt wurde, die die ideologischen, wirtschaftlichen und politischen Dynamiken des Systems prägte und über deren 'verbleibendes Personal' man sich heute noch den Kopf zerbricht, wie man es nutzen könne..."

Okuyan argumentierte, dass die Zerstörung, die diese Struktur über Jahrzehnte hinweg angerichtet habe, und die von ihr etablierte Mentalität auch im heutigen politischen Klima in irgendeiner Form fortbestehen, und stellte die Frage: "Wie können sie als 'gescheitert' gelten, nur weil sie am 15. Juli versagt haben?"