Kette von Versäumnissen bei Explosion in Dilovası: Sozialversicherung erst am Tag der Explosion angemeldet
Ein Bericht der Sozialversicherungsanstalt (SGK) nach der Explosion in einer Parfümfabrik, bei der 7 Arbeiter ums Leben kamen, enthüllt, dass die zuvor unversichert beschäftigten Arbeiter erst am Tag der Explosion für einen Tag angemeldet wurden.
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Bei der Explosion in der Parfümfabrik von Ravive Kozmetik im Bezirk Dilovası in Kocaeli am 8. November kamen 7 Arbeiter, darunter drei Minderjährige, ums Leben. Die nach dem Vorfall durchgeführten Untersuchungen machten die Kette von Versäumnissen im Betrieb noch deutlicher sichtbar.
GROSSER TEIL DER ARBEITER WAR NICHT SOZIALVERSICHERT
Nach Informationen des Journalisten Alican Uludağ wurde festgestellt, dass 12 der 13 in der Fabrik beschäftigten Arbeiter nicht sozialversichert waren. Der von Inspektoren der Sozialversicherungsanstalt (SGK) erstellte Bericht ergab, dass die Anmeldung zur Sozialversicherung für alle diese Arbeiter, einschließlich der bei der Explosion Verstorbenen, erst am Tag der Explosion, dem 8. November, erfolgte.
„EIN-TAGES-VERSICHERUNG“ AM TAG DER EXPLOSION
Im SGK-Untersuchungsbericht wurde festgehalten, dass der Betrieb zuvor lediglich einen Mitarbeiter als versichert gemeldet hatte. Es wurde festgestellt, dass für 12 Personen, darunter die bei der Explosion ums Leben gekommenen Şengül Yılmaz, Tuğba Taşdemir, Cansu Esetoğlu, Nisanur Taşdemir, Esma Gikan, Hanım Gülek und Tuncay Yıldız, vor dem Vorfall keinerlei Sozialversicherungsanmeldungen vorlagen.
Dem Bericht zufolge wurden diese 12 Mitarbeiter lediglich am Tag der Explosion als „für einen Tag versichert“ in die SGK-Register eingetragen, wobei als Beginn der Versicherung der 8. November vermerkt wurde.
BESCHWERDE BEI CİMER BLIEB FOLGENLOS
In einem Antrag an das Präsidialkommunikationszentrum (CİMER) vom 16. Dezember 2024, der eine Inspektion der Fabrik forderte, war gemeldet worden, dass 15 Personen, darunter Frauen und Kinder, ohne Sozialversicherung und ohne Arbeitssicherheitsmaßnahmen beschäftigt würden. Trotz der Beschwerde stellte sich heraus, dass im Betrieb keinerlei Kontrollen durchgeführt wurden.
7 FESTNAHMEN IM RAHMEN DER ERMITTLUNGEN, ARBEITGEBER IM GEFÄNGNIS VERSTORBEN
Im Zuge der Ermittlungen zur Explosion wurden von 11 festgenommenen Personen 7 inhaftiert, 4 wurden unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen. Der unter den Inhaftierten befindliche Geschäftsinhaber Kurtuluş Oransal verstarb an den Folgen eines Herzinfarkts im F-Typ-Gefängnis von Kandıra.