Klage gegen Sohn des somalischen Präsidenten eingereicht

Gegen den Sohn des somalischen Präsidenten, der in Istanbul den Tod eines Kuriers verursachte, wurde Anklage wegen „fahrlässiger Tötung“ erhoben.

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Gegen Muhammed Hasan Scheich Mahmud, den Sohn des somalischen Präsidenten, der am 30. November 2023 in Istanbul im Straßenverkehr den Tod eines Motorradkuriers verursachte, wurde Anklage wegen „fahrlässiger Tötung“ erhoben. In der Anklageschrift wird eine Freiheitsstrafe von zwei bis sechs Jahren für den Beschuldigten gefordert.

WAS WAR PASSIERT?

Der Motorradkurier Yunus Emre Göçer, der bei dem Unfall am 30. November am Ausgang des Eurasia-Tunnels in Aksaray schwer verletzt worden war, konnte trotz medizinischer Behandlung im Krankenhaus nicht gerettet werden. Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen war gegen Muhammed Hasan Scheich Mahmud, den Sohn des somalischen Präsidenten Hasan Scheich Mahmud, nach seiner vorübergehenden Festnahme und anschließenden Freilassung ein Ausreiseverbot verhängt worden.

In dem von der Staatsanwaltschaft angeforderten Sachverständigengutachten zur Klärung der Schuldfrage wurde festgestellt, dass der Autofahrer „hauptverantwortlich“ sei. Der im Bericht zitierte Beschuldigte hatte ausgesagt, dass Göçer mit seinem Motorrad plötzlich ohne zu blinken gebremst und nach rechts abgebogen sei; er selbst habe zwar gebremst, konnte jedoch nicht rechtzeitig anhalten und sei mit dem Motorrad kollidiert.

Im Zuge der Ermittlungen war gegen den Autofahrer Muhammed Hasan Scheich Mahmud ein Haftbefehl erlassen worden. Zudem leitete die Staatsanwaltschaft von Amts wegen Ermittlungen gegen die Polizeibeamten ein, die den ersten Unfallbericht erstellt und dem Fahrer „kein Verschulden“ attestiert hatten, sowie bezüglich der Vorwürfe, dass Polizeibeamte die Ehefrau von Göçer angerufen und behauptet hätten, er habe Suizid begangen.