Kommentar von Kemal Kılıçdaroğlus rechter Hand zu İmamoğlu und dem Parteitag-Prozess: Wir sind alle Komplizen

Der ehemalige stellvertretende CHP-Vorsitzende und enge Vertraute von Kemal Kılıçdaroğlu, Bülent Kuşoğlu, äußerte sich in einer Live-Sendung zum laufenden Gerichtsverfahren. Kuşoğlu bewertete zudem die Erklärungen von Ekrem İmamoğlu.

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Der ehemalige stellvertretende CHP-Vorsitzende und Abgeordnete der 27. Legislaturperiode für Ankara, Bülent Kuşoğlu, beantwortete Fragen in der Sendung „Memleket Meselesi“ auf tv100.

Kuşoğlu bezeichnete es als eine Schande, dass im Prozess am 30. Juni eine absolute Nichtigkeit festgestellt wurde, und sagte: „Die CHP darf keinen Makel der Nichtigkeit auf ihrer Stirn tragen.“ Er fügte hinzu, dass auch Kemal Kılıçdaroğlu keine absolute Nichtigkeit gewollt habe.

Kuşoğlu sagte: „Wir können weder sagen, dass nichts vorliegt, noch dass etwas vorliegt. Die CHP muss bereinigt werden. Ein solcher Verdacht darf nicht bestehen.“

Bülent Kuşoğlu erklärte, dass Kılıçdaroğlu für den Fall einer Rückkehr ins Amt nicht gesagt habe, dass er beim nächsten Parteitag „wieder kandidieren werde“.

Der ehemalige stellvertretende CHP-Vorsitzende Kuşoğlu sagte: „Sie vertrauen einem Treuhänder-Gremium, das keine Politik machen kann, die Partei schwächen und vielleicht sogar deren Schließung herbeiführen könnte, aber Sie vertrauen Kemal Kılıçdaroğlu nicht. So geht das nicht. Es wird ein Spiel gegen die CHP gespielt. Das müssen wir lösen. Das geht nicht durch Streit, sondern nur, indem wir zusammenkommen.“

„Innerhalb von 6 Monaten könnte ein Parteitag einberufen werden. Eigentlich gibt es innerhalb der Partei kein Problem. In ein Programm zu gehen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen“, so Kuşoğlu. Er fügte hinzu: „Ich sende allen CHP-Mitgliedern die Botschaft, dass diese Partei eine sehr heilige Partei ist. Diese Partei ist für das Land unerlässlich, sonst werden wir es später sehr bereuen.“

Zu Ekrem İmamoğlus Aussage, Kemal Kılıçdaroğlu sei sein „Komplize“, sagte Kuşoğlu: „Er nimmt eine politische Bewertung vor. Wir sind alle Komplizen. Das ist eine zutreffende Einschätzung. Politisch gesehen gibt es eine Komplizenschaft.“

Kuşoğlu äußerte zudem, dass er sich schäme, über diese Themen zu sprechen, während die Türkei so viele andere Probleme habe.