Korruption bei der Yunus-Emre-Stiftung reicht bis in die AKP-Ära der Stadtverwaltung Istanbul: 44 Millionen TL öffentlicher Schaden!
Die Mietrückstände der Yunus-Emre-Stiftung in Höhe von 919.000 Euro wurden von der städtischen Tochtergesellschaft Kültür A.Ş. beglichen. Wie der Journalist Bora Erdin berichtet, führte diese Unregelmäßigkeit, gegen die während der AKP-Verwaltung der Stadt Istanbul nicht vorgegangen wurde, zu einem öffentlichen Schaden von 44 Millionen Lira.
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Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat die Anklageschrift im Rahmen der umfassenden Korruptionsermittlungen gegen die Yunus-Emre-Stiftung abgeschlossen. Das Korruptionsnetzwerk legte nicht nur interne Unregelmäßigkeiten der Stiftung offen, sondern auch einen öffentlichen Schaden, der bis zur Kültür A.Ş., einer Tochtergesellschaft der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), reicht.
44 MILLIONEN TL ÖFFENTLICHER SCHADEN!
Wie der Journalist Bora Erdin berichtet, gehört zu den auffälligsten Punkten der Anklageschrift die Unregelmäßigkeiten bei einer Anmietung mit Sitz in Brüssel. Ein Gebäude, das im Jahr 2010 von der İBB-Tochtergesellschaft Kültür A.Ş. im Rahmen der Projekte zur Kulturhauptstadt Europas in Brüssel angemietet wurde, wurde später als Untermieter an die Yunus-Emre-Stiftung übergeben. Laut Berichten des türkischen Rechnungshofs (Sayıştay) hat die Stiftung jedoch nie Miete für dieses Gebäude gezahlt. Infolge dieser siebenjährigen unrechtmäßigen Nutzung wurde festgestellt, dass die aus der öffentlichen Kasse gezahlte Gesamtmiete 919.200 Euro erreichte, was nach heutigem Wechselkurs etwa 44 Millionen 112 Tausend TL entspricht.
Der Rechnungshof hatte diesen öffentlichen Schaden in seinem 2014 veröffentlichten Bericht detailliert dargelegt und die betroffenen Institutionen gewarnt. Da die Stadtverwaltung Istanbul jedoch zu jener Zeit unter der Führung der AKP stand, wurden keinerlei Maßnahmen ergriffen.
VERANSTALTUNGEN NUR AUF DEM PAPIER, RECHNUNGEN ABER GESTELLT
In der Anklageschrift heißt es, dass viele Veranstaltungen, die als in Brüssel durchgeführt dargestellt wurden, in Wirklichkeit nie stattgefunden haben. Es wurde durch Dokumente belegt, dass für diese Veranstaltungen zwar Rechnungen ausgestellt, die entsprechenden Aktivitäten jedoch nicht umgesetzt wurden. Ebenso wurde festgestellt, dass einige Organisationen, die angeblich in Syrien stattgefunden haben sollen, in der Realität nicht durchgeführt wurden.
Der Beitrag von Bora Erdin auf seinem X-Account lautet wie folgt:
"Die Korruption bei der Yunus-Emre-Stiftung reicht bis zur İBB.
Die Stiftung hat ihre Miete in Höhe von 919.000 Euro bzw. 44.112.000 TL von der İBB-Tochtergesellschaft Kültür A.Ş. bezahlen lassen.
Da die İBB in jenen Jahren jedoch von der AKP verwaltet wurde, wurde nichts unternommen.
Hätte man vor 11 Jahren auf die Korruptionswarnung gehört, wäre der heute entstandene riesige öffentliche Schaden vielleicht nie entstanden.
Den Preis dafür, dass man selbst bei Korruption nach Parteizugehörigkeit unterscheidet, zahlen wir einfachen Bürger."
Yunus Emre Vakfı yolsuzluğu İBB’ye uzanıyor.
— Bora Erdin (@boraerdin) July 22, 2025
Vakıf 919.000 Euro 44.112.000 TL’lik kirasını İBB’ye bağlı Kültür A.Ş’ye ödetmiş.
Ancak o yıllarda İBB AKP tarafından yönetildiği için hiçbir işlem yapılmamış.
11 yıl önce eğer yolsuzluk uyarısı dikkate alınsa bugün ortaya çıkan devasa… pic.twitter.com/023CZJWTWg