Kritik von Tanju Özcan zum Urteil im Fall Grand Kartal Otel: Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, äußerte sich über seinen Social-Media-Account zu dem Gerichtsurteil bezüglich des Brandes im Grand Kartal Otel. Özcan behauptete, das gefällte Urteil sei unvollständig, und kritisierte, dass gegen die Verantwortlichen des Kulturministeriums kein Verfahren eingeleitet wurde.

12punto

Am Freitag wurde das Urteil im Prozess um den Brand im Grand Kartal Otel im Skizentrum Bolu Kartalkaya verkündet, bei dem am 21. Januar 2025 78 Menschen ums Leben kamen und 137 Personen verletzt wurden.

Das 1. Schwurgericht von Bolu verurteilte in dem Verfahren, in dem 32 Angeklagte – darunter der Hotelbesitzer, seine Familie und städtische Beamte – angeklagt waren (20 davon in Untersuchungshaft), 11 Angeklagte zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld.

KRITIK VON TANJU ÖZCAN

Der Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, übte über seinen Social-Media-Account Kritik an der Entscheidung des Gerichts und äußerte sich wie folgt:

"Sie verhängen 78-mal lebenslange Haft gegen Feuerwehrleute, die unter Einsatz ihres Lebens bei dem Brand in Kartalkaya eingegriffen haben, aber gegen die Beamten des Kulturministeriums, die die Lizenz für das abgebrannte Hotel erteilt und es kontrolliert haben, leiten Sie nicht einmal ein Verfahren ein.

Dieses ungerechte und rechtswidrige Urteil wird niemals die trauernden Familien unserer Bürger, die ihr Leben verloren haben, oder die Kinder der Feuerwehrleute, deren Väter auf rechtswidrige Weise bestraft wurden, zufriedenstellen. 

Wo bleibt bei diesem Urteil die Gerechtigkeit?"