Kritischer Appell von MHP-Politiker Feti Yıldız für die neue Legislaturperiode

Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız wies mit Beginn des neuen Justizjahres auf laufende Korruptionsprozesse sowie Ermittlungen wegen Bestechung und Geldwäsche hin. Während er an die rechtlichen Grundlagen des Schweigerechts erinnerte, deutete Yıldız an, dass in der neuen Legislaturperiode Änderungen am Strafvollzugssystem, am Parteiengesetz und am Wahlgesetz vorgenommen werden könnten.

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Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız äußerte sich anlässlich des Beginns des Justizjahres 2026-2027 zu Themen wie Gerechtigkeit, dem Schweigerecht und möglichen gesetzlichen Neuregelungen in der kommenden Legislaturperiode.

Yıldız erklärte, dass auf der Agenda des neuen Justizjahres zahlreiche Korruptionsprozesse mit einer Vielzahl von Angeklagten sowie Ermittlungsverfahren wegen Bestechung und Geldwäsche stünden, für die bereits Anklageschriften erstellt wurden. Yıldız wies darauf hin, dass in diesen Verfahren die Verteidigungs- und Schweigerechte der Angeklagten gewahrt werden müssten.

Yıldız betonte, dass das Schweigerecht eines der Elemente sei, das die Unschuldsvermutung ergänze: "Der Beschuldigte oder Angeklagte ist verpflichtet, Fragen zu seiner Identität wahrheitsgemäß zu beantworten. Im Rahmen des allgemeinen Verteidigungsrechts ist das Schweigerecht bezüglich der zur Last gelegten Tat in Artikel 38 Absatz 5 der Verfassung sowie in Artikel 147 der Strafprozessordnung (CMK) geregelt", sagte er.

"UNTER WAHRUNG DES GLEGEWICHTS ZWISCHEN GERECHTIGKEIT UND ÖFFENTLICHEM GEWISSEN"

Yıldız teilte zudem seine Ansichten zum Begriff der Gerechtigkeit und erklärte, dass Debatten über Gerechtigkeit im Laufe der Geschichte von verschiedenen Denkern und Juristen behandelt worden seien.

Bezüglich der Arbeiten, die in der neuen Legislaturperiode durchgeführt werden könnten, äußerte sich Yıldız wie folgt:

"Im kommenden Legislaturjahr können wir, ohne zu vergessen, dass die Vorherrschaft allein bei der Verfassung und den Gesetzen liegt, und unter Einhaltung unserer politischen Zugehörigkeiten sowie der Prinzipien der Gleichheit, Billigkeit, Unparteilichkeit und Rechtsstaatlichkeit, das Gleichgewicht zwischen Gerechtigkeit und öffentlichem Gewissen wahren und – einschließlich der Reform des Strafvollzugssystems – das Parteiengesetz und das Wahlgesetz gemeinsam erneuern, so wie es beim 'Gesetz zur Stärkung der nationalen Solidarität und gesellschaftlichen Integration' der Fall war."