Künstlerboykott hält an: Can Kazaz will Tantiemen an Özgür Özel spenden

Der „Lieder-Boykott“, der in der Kunstwelt gegen die Führung von Kemal Kılıçdaroğlu begann, die die CHP-Parteizentrale übernommen hat, weitet sich aus.

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Nach der Entscheidung des Regionalgerichts Ankara über die „absolute Nichtigkeit“ weitet sich der „Lieder-Boykott“ in der Kunstwelt gegen die Führung von Kemal Kılıçdaroğlu, die die CHP-Parteizentrale übernommen hat, weiter aus. Nach zahlreichen Künstlern und Akademikern schloss sich nun auch der bekannte Sänger und Songwriter Can Kazaz dem Prozess an und setzte ein bemerkenswertes Zeichen des zivilen Ungehorsams. Kazaz kündigte an, die Nutzung seiner Lieder nicht sofort zu verbieten, sondern stattdessen nachträglich eine Urheberrechtsklage einzureichen und die gesamte Entschädigungssumme, die er erstreiten werde, an die Kampagnen des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel zu spenden.

Die Boykottmaßnahmen, die von zahlreichen Persönlichkeiten, darunter Autoren, Akademiker und Musiker, gegen die durch ein Gerichtsurteil geformte neue Parteizentralenführung nacheinander verhängt wurden, haben durch den Vorstoß von Can Kazaz eine neue rechtliche und politische Dimension erhalten.

KEIN DIREKTES VERBOT, ABER RECHTLICHE SANKTIONEN

Nachdem gestern sieben Künstler und heute Akademiker erklärten: „Sie dürfen unsere Werke, akademischen Daten und Musikstücke nicht in der Arbeit der alten Führung verwenden, die wir rechtlich nicht als legitim anerkennen“, veröffentlichte Can Kazaz einen ironischen und strategischen Beitrag auf seinem Social-Media-Account.

Kazaz erklärte, dass er vorerst schweigen werde, falls Kılıçdaroğlu und sein Team seine Musik für politische Aktivitäten nutzen, und kündigte seinen Plan mit folgenden Worten an:

„Ich werde vorerst nichts dagegen sagen, wenn meine Musik in den Kampagnen von Kılıçdaroğlu und seinem Team verwendet wird. Aber ich werde den gesamten Betrag, den ich durch eine spätere Urheberrechtsklage als Sanktion erhalte, an die Kampagnen von Özgür Özel spenden. Auf geht's, der Rechtsweg ist der Rechtsstaat.“