Kurioser Vorfall am Justizpalast Istanbul: Frau versuchte als Anwältin zu ihrem FETÖ-verdächtigen Ehemann zu gelangen...
Am Justizpalast in Istanbul wurde eine Person festgenommen, die versuchte, sich als Anwältin auszugeben, um zu ihrem Ehemann zu gelangen, der als FETÖ-Verdächtiger in Gewahrsam genommen worden war.
AA
Die Ermittlungen im Rahmen einer gemeinsamen Operation der Abteilung zur Bekämpfung von Schmuggelkriminalität der Istanbuler Polizeidirektion und des MİT zur Identifizierung und Festnahme von Mitgliedern der aktuellen Frauenstruktur der FETÖ, bei der bereits 28 Personen inhaftiert wurden, dauern an.
Nachdem am 10. Mai 38 Personen nach polizeilichen Maßnahmen an den Justizpalast in Istanbul überstellt worden waren, wollten zwei Personen, die sich als Anwälte ausgaben, mit der Verdächtigen Kübra A. sprechen, während diese bei der Staatsanwaltschaft Istanbul, Büro für Terror- und organisierte Kriminalitätsermittlungen, vernommen wurde.
Während der Anwalt A.A. seinen Ausweis vorlegte, wurde die Person, die eine Anwaltsrobe trug, von den Sicherheitskräften nicht in das Büro gelassen, nachdem sie behauptet hatte, ihren Ausweis in ihrem Fahrzeug auf dem Parkplatz vergessen zu haben.
Als die Person sich daraufhin verdächtig verhielt, stellten Polizei und Sicherheitsteams des Justizpalastes bei einer Überprüfung fest, dass es sich bei der Person um Mustafa A. handelte, den Ehemann von Kübra A., die im Rahmen der FETÖ-Operation in Gewahrsam genommen worden war.
Es wurde festgestellt, dass der Verdächtige den Justizpalast über den Eingang für Bürger betreten und die Anwaltsrobe aus dem Anwaltszimmer entwendet hatte.
Der festgenommene Mustafa A. wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Haftrichter vorgeführt und unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Unterdessen wurde bekannt, dass sich auch Kübra A. unter den 28 inhaftierten Verdächtigen befindet.
DETAILS ZUR OPERATION
Im Rahmen der Ermittlungen gegen die aktuelle Frauenstruktur der FETÖ wurden am 7. Mai bei Operationen an festgelegten Adressen in 4 Bezirken 38 Personen festgenommen. Von den Verdächtigen, die nach polizeilichen Maßnahmen an die Justiz überstellt wurden, wurden 28 inhaftiert, während 10 unter Auflagen freigelassen wurden.
Bei den Durchsuchungen an den Adressen wurden 41.550 US-Dollar, 1 Kilogramm Gold sowie zahlreiche organisatorische Dokumente und digitales Material sichergestellt.