Kurioses an die Große Nationalversammlung der Türkei: Von Forderungen nach Rache bis hin zu Intervallfasten

Die Anzahl der Eingaben an den Petitionsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) ist im Vergleich zum Vorjahr um 63 Prozent gestiegen. Unter den Anträgen befanden sich ungewöhnliche Forderungen wie das Recht auf Rache oder die Einführung von Intervallfasten.

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Der Petitionsausschuss der TBMM hat seit Beginn der 28. Legislaturperiode 19.531 Anträge erhalten. Dies entspricht einem Anstieg von 63 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Periode. Während sich ein Großteil der Eingaben auf das Arbeitsleben und Rentenfragen konzentrierte, zählten auch Justizdienstleistungen und Umweltmanagement zu den weiteren Schwerpunktthemen.

HOHE ANTRAGSZAHLEN AUS ISTANBUL, ANKARA UND IZMIR

Zu den Provinzen mit den meisten Eingaben gehören Istanbul, Ankara und Izmir. Aus Istanbul gingen 4.272, aus Ankara 2.211 und aus Izmir 1.134 Anträge ein. Auch Großstädte wie Bursa, Antalya und Kocaeli zählten zu den Provinzen mit einem hohen Aufkommen an Petitionen.

Der Petitionsausschuss hat bislang über 9.406 Petitionen entschieden. Während Anträge, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen oder Wiederholungen darstellten, aus dem Verfahren genommen wurden, dauert die Prüfung einiger anderer Eingaben noch an.

KURIOSE FORDERUNGEN SORGEN FÜR AUFMERKSAMKEIT

Unter den beim Ausschuss eingegangenen Petitionen befanden sich auch einige kuriose Forderungen. So schlug beispielsweise ein Bürger vor, dass öffentliches Personal, das Tabakprodukte konsumiert, längere Arbeitszeiten leisten solle, während ein anderer forderte, dass lärmende Nachbarn per Gerichtsbeschluss zwangsgeräumt werden sollten. Zudem wurde verlangt, das Ernährungsprogramm des Intervallfastens landesweit zu verbreiten.

Zu den weiteren bemerkenswerten Forderungen zählen die Schließung von Delfinarien, eine Neuregelung der Gehälter für Personen, die nach ihrer Pensionierung ihr Bildungsniveau erhöhen, die Festlegung von Bußgeldern für Verkehrsverstöße basierend auf dem Fahrzeugwert sowie die Einführung des 19. Novembers als „Internationaler Männertag“. Darüber hinaus wurden Vorschläge unterbreitet, dass Frauen anstelle des obligatorischen Militärdienstes gemeinnützige Arbeit leisten sollten, Straftäter aus ihren familiären Stammbäumen gestrichen werden sollten und das Picknicken zur Vorbeugung von Waldbränden verboten werden sollte.

Ein Bürger forderte zudem die Einschränkung des Zugangs zu alkoholischen Getränken. All diese Forderungen stehen auf der Tagesordnung des Petitionsausschusses der TBMM.