Laut regierungsnahen Medien stehen Interessenten für einen Beitritt zur AKP Schlange
Nach dem Wechsel der Bürgermeisterin der Stadt Aydın, Özlem Çerçioğlu, zur AKP wurde behauptet, dass weitere Beitritte zur Partei bevorstünden. In AKP-Kreisen hieß es: „Wir prüfen die Akten der Personen. Gibt es Korruptionsermittlungen oder dubiose Geschäfte? Kommen sie nur, um sich selbst zu retten? Das prüfen wir genau.“
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Obwohl die AKP nach den Kommunalwahlen vom 31. März eine Niederlage hinnehmen musste und landesweit erstmals auf den zweiten Platz zurückgefallen ist, hat sie seit diesem Datum zahlreiche Bürgermeister abgeworben.
Der spektakulärste dieser Wechsel war der von Özlem Çerçioğlu, der Bürgermeisterin der Stadt Aydın.
Bereits nach den Parlamentswahlen 2023 hatte die AKP durch Transfermanöver 11 Abgeordnete, die ursprünglich für Oppositionsparteien gewählt worden waren, in ihre eigenen Reihen geholt.
Wie die regierungsnahe Zeitung Türkiye Gazetesi berichtet, hat die AKP seit den Kommunalwahlen bereits 56 Bürgermeister aufgenommen. Es wird behauptet, dass die Transferwelle anhalte und weitere Namen für einen Beitritt bereitstünden.
BEHAUPTUNG ÜBER EINE „AKTENPRÜFUNG“ BEI BEITRITTEN
Den in politischen Kreisen kursierenden Behauptungen zufolge stehen viele Bürgermeister für einen Beitritt Schlange, werden jedoch innerhalb der Partei einer strengen Prüfung unterzogen. Es heißt, dass einige Namen, darunter auch Bürgermeister von Provinzhauptstädten, bereits seit einem Jahr warten und das „Sieb“ bisher nicht passiert haben.
Parteiquellen sollen erklärt haben: „Wir prüfen die Akten der Personen. Gibt es irgendwelche Probleme, Korruptionsermittlungen oder dubiose Geschäfte? Kommen sie nur, um sich selbst zu retten? Wir prüfen das genau und gehen sehr sorgfältig vor. Personen, bei denen es Probleme gibt, lehnen wir ab.“
In dem Bericht wurde zudem darauf hingewiesen, dass es in den kommenden Tagen auch zu Übertritten von Abgeordneten zur AKP kommen werde und Kontakte zu einigen Personen bereits bestünden.