Lebenslange Haft für Mann gefordert, der Musiker wegen eines Musikwunsches in Kadıköy tötete
In Kadıköy wurde Anklage gegen einen Angeklagten erhoben, der den Musiker Cihan Aymaz erstochen hat, weil dieser das gewünschte Lied nicht spielen wollte; es wird eine lebenslange Haftstrafe gefordert.
İHA
Am 2. Mai 2023 näherte sich Mehmet Caymaz in Kadıköy dem 30-jährigen Cihan Aymaz und forderte ihn auf, ein Volkslied zu spielen. Als Aymaz ablehnte, kam es zu einem Streit zwischen den beiden. Mehmet Caymaz (32) stach daraufhin mit einem Messer, das er bei sich trug, auf Cihan Aymaz ein und verletzte ihn tödlich an der Brust. Die Ermittlungen gegen den nach dem Vorfall festgenommenen Caymaz wurden nun abgeschlossen.
MIT TASCHENMESSER ANGEGRIFFEN
In der von der Generalstaatsanwaltschaft der anatolischen Seite erstellten Anklageschrift wurde festgehalten, dass Mehmet Caymaz an den Ort des Geschehens kam, seine Getränkeflasche abstellte und den Verstorbenen Cihan lautstark aufforderte, ein Lied zu spielen. Nachdem der Verstorbene den Verdächtigen zur Ruhe ermahnt und versprochen hatte, das gewünschte Lied zu spielen, habe der Verdächtige Mehmet das von ihm mitgeführte Taschenmesser gezogen und Beleidigungen ausgestoßen. In der Anklageschrift wird beschrieben, dass Caymaz den Verstorbenen zunächst am Hals und anschließend im Brustbereich verletzte. Durch das Stoßen des Verdächtigen sei der Verstorbene ins Meer gefallen und später im Krankenhaus verstorben.
BEHAUPTUNG DER NOTWEHR WURDE NICHT GEGLAUBT
Die Verteidigung des Verdächtigen Mehmet Caymaz, er habe das Messer nur zur Selbstverteidigung geschwungen, da er am Tatort bedroht worden sei und drei Personen, darunter der Verstorbene, auf ihn zugekommen seien, wurde aufgrund von Zeugenaussagen und Videoaufnahmen des Tatorts als unglaubwürdig eingestuft. Daher wurde bewertet, dass die Bestimmungen zur Provokation nicht zugunsten des Angeklagten angewendet werden können.
FORDERUNG NACH LEBENSLANGER HAFT
In der Anklageschrift wird für den inhaftierten Angeklagten Mehmet Caymaz wegen des Tatbestands des „vorsätzlichen Mordes“ eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Anklageschrift wurde vom zuständigen Gericht angenommen. Der Prozess gegen den Verdächtigen wird in den kommenden Tagen beginnen.
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