Lehrer beenden Hungerstreik

Der Hungerstreik, den Lehrer aus dem Privatsektor sowie von Auswahlverfahren betroffene Lehrkräfte seit 13 Tagen in der Ankara-Niederlassung der Gewerkschaft der Lehrer im Privatsektor (Özel Sektör Öğretmenleri Sendikası) durchgeführt hatten, wurde beendet.

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In einer vor der Niederlassung abgegebenen Erklärung wurde auf ein Rundschreiben des Gouverneursamts von Ankara im Rahmen des NATO-Gipfels hingewiesen und zum Ausdruck gebracht, dass verfassungsmäßige und demokratische Rechte eingeschränkt würden.

In der Erklärung hieß es: "Wir handeln verantwortungsbewusst angesichts des Lebens unserer Freunde und Familien sowie möglicher negativer Situationen. Wir folgen dem Aufruf der Öffentlichkeit und der sie vertretenden Intellektuellen, Akademiker und Künstler, unterbrechen unseren Widerstand in Ankara und beenden unseren Hungerstreik. Unser Kampf wird in den Provinzen in anderen Formen mit großer Motivation und Energie fortgesetzt."

Die Gewerkschaft erklärte, dass der am 1. Juni begonnene Kampf am 14. Juni in eine Phase des Widerstands und am 15. Juni in einen Hungerstreik übergegangen sei. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die Forderungen während des gesamten Prozesses in der Gesellschaft sichtbarer geworden seien und die Probleme im Bildungsbereich von breiteren Kreisen diskutiert würden.

In der Erklärung wurde betont, dass die Forderungen der Lehrer nicht nur auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen abzielten, sondern auch auf die Lösung struktureller Probleme im Bildungssektor. In der Erklärung, in der der Regierung vorgeworfen wurde, keine Lösungen für die Forderungen anzubieten, wurden Bildungsminister Yusuf Tekin, die Mitglieder des Bildungsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei sowie die zuständigen politischen Akteure dazu aufgerufen, Schritte zur Problemlösung zu unternehmen.

In der Erklärung wurde zudem mitgeteilt, dass der Kampf bis Mitte Juli in verschiedenen Städten des Landes fortgesetzt werde und man die Aktionen bei Ausbleiben einer Lösung in diesem Zeitraum erneut nach Ankara verlagern werde.