Lehrer im Hungerstreik mit Handschellen auf dem Rücken festgenommen
Lehrer, die in Ankara einen Hungerstreik fortsetzten, um ihre Forderungen nach einer Anstellung zu Gehör zu bringen, sahen sich einem Polizeieinsatz gegenüber. Während zahlreiche Pädagogen bei dem Eingreifen festgenommen wurden, war zu sehen, dass einigen Lehrern die Hände auf dem Rücken in Handschellen gelegt wurden.
12punto
Während die Proteste von Lehrern aus dem Privatsektor und Pädagogen, die sich durch das Auswahlverfahren benachteiligt fühlen, in verschiedenen Städten der Türkei andauern, griff die Polizei bei der Demonstration in Ankara ein.
Während die Aktion der Lehrer aus dem Privatsektor und der durch das Auswahlverfahren benachteiligten Pädagogen andauert, sahen sich die Lehrer in Ankara erneut einem Polizeieinsatz gegenüber.
— TKR (@TKRgazete) 17. Juni 2026
Zahlreiche Lehrer wurden mit auf dem Rücken gefesselten Händen festgenommen. pic.twitter.com/nXdW4Ic2Lm
14 Lehrer, die ihren Hungerstreik fortsetzten und sich heute vor dem Çankaya-Tor der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) versammelt hatten, wurden mit auf dem Rücken gefesselten Händen festgenommen.
Der CHP-Abgeordnete für Istanbul, Suat Özçağdaş, der zum Çankaya-Tor kam, wo der Einsatz stattfand, betonte, dass die Lehrer lediglich ihre Anliegen vortragen wollten, und äußerte scharfe Kritik am Innenministerium und dem Gouverneursamt von Ankara.
Özçağdaş äußerte sich wie folgt: "Das sind Lehrer. Sie wenden Gewalt gegen Lehrer an. Sie wollten sich Gehör verschaffen, schauen Sie sich die Behandlung an, die sie erfahren. Hier findet ständig Unterdrückung statt. Menschen werden über den Boden geschleift und abgeführt. Dieses Land kann Schulangriffe oder Ähnliches nicht verhindern, indem es seine Lehrer unterdrückt. Wir haben die Machenschaften dieser AK-Partei satt."
WAS SIND DIE FORDERUNGEN DER LEHRER?
Die zentralen Forderungen der Lehrer bei ihren Protesten lauten wie folgt:
• Neuregelung des Anspruchs auf ein Mindestgehalt für Lehrer, die im Privatsektor arbeiten,
• Behebung der Benachteiligung der 1.611 Lehrer, die durch das Auswahlverfahren geschädigt wurden,
• Abschaffung der in privaten Bildungseinrichtungen verbreiteten befristeten 10-Monats-Verträge und Übergang zu unbefristeten Arbeitsverträgen.