Libanon wird Israel wegen getötetem Reuters-Reporter vor den UN-Sicherheitsrat bringen

Das libanesische Außenministerium wird den Fall der "vorsätzlichen Tötung" des Journalisten Issam Abdullah durch Israel vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN-Sicherheitsrat) bringen.

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Die Erklärung des libanesischen Außenministeriums bezüglich des Reuters-Kameramanns Issam Abdullah, der gestern bei einem israelischen Raketenangriff an der libanesischen Grenze ums Leben kam, wurde von der offiziellen Nachrichtenagentur NNA veröffentlicht.

In der Erklärung, in der es heißt, dass das Außenministerium seinen Ständigen Vertreter bei den Vereinten Nationen angewiesen habe, wegen der "vorsätzlichen Tötung" von Abdullah Beschwerde gegen Israel beim UN-Sicherheitsrat einzureichen, wurde Folgendes festgehalten:

"Die einfache Tötung unbewaffneter Journalisten, die Opfer ihres Wunsches wurden, mit ihren Kameras, Objektiven und Stiften die Wahrheit zu verkünden, ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, die Presse, die Menschenrechte sowie das humanitäre Völkerrecht und stellt ein Verbrechen dar."

LIBANESISCHE ARMEE: RAKETE WURDE VON ISRAEL ABGEFEUERT

Auch die libanesische Armee gab eine schriftliche Erklärung zu den Ergebnissen der vorläufigen Untersuchung am Tatort bezüglich der Tötung des Journalisten Abdullah ab.

In der Erklärung wurde festgehalten, dass eine von der israelischen Armee in Richtung der Region Alma al-Shaab abgefeuerte Rakete ein Fahrzeug traf, in dem sich Journalisten befanden.

Es wurde daran erinnert, dass bei dem Angriff ein Journalist getötet und fünf weitere verletzt wurden. In der Erklärung wurde zudem darauf hingewiesen, dass Israel gestern Phosphorraketen auf die Ortschaften Marjayoun-Ebene, Kafr Shuba, Ayta ash-Sha'b, Marwahin und Adaisseh abfeuerte und schweres Artilleriefeuer einsetzte.