Lkw in der Hagia Sophia: İlber Ortaylı warnt: 'Wenn das Bauwerk einstürzt, wird man die Türken dafür verantwortlich machen'

Prof. Dr. İlber Ortaylı hat sich in die Debatte eingeschaltet, die durch das Befahren des Bodens der Hagia Sophia mit einem schweren Lkw während der zweiten Restaurierungsphase ausgelöst wurde.

12punto

Dass während der laufenden Restaurierungsarbeiten in der 1500 Jahre alten historischen Stätte schwere Baumaschinen eingesetzt wurden, sorgt in den sozialen Medien weiterhin für Empörung.

Auch der Historiker Professor Ortaylı hat sich mit einem Beitrag in den sozialen Medien in die Diskussion eingeschaltet.

In seinem Beitrag auf Instagram fragte Ortaylı: "Wenn dieses Bauwerk einstürzt, wird die Welt die Rechnung dafür den Türken präsentieren.

Woher wissen sie eigentlich, wie viel Tonnage das Gebäude tragen kann? Auf welche Daten stützen sich diejenigen, die diese Arbeiten durchführen? Haben sie Anthemios gefragt oder Mimar Sinan?"

Ortaylı betonte, dass das Fundament des Bauwerks voller Tunnel sei, und sagte: "Jeder, der kommt, behandelt die Hagia Sophia, als wäre sie sein Privateigentum."

Ortaylı kritisierte das Ministerium und schrieb:

"Die Hagia Sophia kann diese Last wirklich nicht tragen; sie verstehen absolut nichts von Architektur. Ganz zu schweigen von Lastwagen oder Kränen… Dort darf nicht einmal ein Auto hineinfahren.

Die Auswirkungen dieser Eingriffe werden früher oder später zutage treten.

Das Fundament des Bauwerks ist vollständig mit Tunneln durchzogen; jeder, der kommt, behandelt die Hagia Sophia, als wäre sie sein Privateigentum.

Ich sage es noch einmal: Wenn dieses Bauwerk einstürzt, wird die Welt die Rechnung dafür den Türken präsentieren.

Woher wissen sie eigentlich, wie viel Tonnage das Gebäude tragen kann? Auf welche Daten stützen sich diejenigen, die diese Arbeiten durchführen? Haben sie Anthemios gefragt oder Mimar Sinan?

Einen ausführlicheren Artikel zu diesem Thema werde ich am Wochenende schreiben."