Löschflugzeuge der THK zum Verkauf angeboten: Zwangsverwaltung bestätigt Entscheidung

Acht Löschflugzeuge der Türkischen Luftfahrtvereinigung (THK) wurden per Gerichtsbeschluss in den Verkaufsprozess aufgenommen. Der von der AKP-nahen Zwangsverwaltung durchgeführte Verkaufsvorgang löste in der Öffentlichkeit Diskussionen aus.

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Für den Verkauf von acht Löschflugzeugen der Türkischen Luftfahrtvereinigung (THK) wurde per Gerichtsbeschluss ein Verfahren eingeleitet. Es wurde mitgeteilt, dass der von der AKP-nahen Zwangsverwaltung durchgeführte Verkaufsprozess die letzte Phase erreicht habe. Während der Gesamtwert der Flugzeuge auf 37,6 Millionen Dollar beziffert wird, erteilte das 9. Friedensgericht Ankara die Genehmigung für den Verkauf.

VON ATATÜRK GEGRÜNDET

Die 1925 von Mustafa Kemal Atatürk gegründete THK wird seit 2019 von einer Zwangsverwaltung geführt. Die Institution wurde in den letzten Jahren durch die Veräußerung ihrer Vermögenswerte zunehmend funktionsunfähig gemacht. Die für die Bekämpfung von Waldbränden äußerst wichtigen Flugzeuge waren nach öffentlichem Druck wieder in Betrieb genommen worden. Nun wurde jedoch der Verkauf gerichtlich genehmigt.

Während der Wert der Flugzeuge durch ein Sachverständigengutachten ermittelt wurde, wurde festgehalten, dass drei Flugzeuge aktiv genutzt werden, während fünf weitere Wartungs- und Reparaturarbeiten benötigen. In früheren Erklärungen des Vorsitzenden des THK-Zwangsverwaltungsausschusses, Kemal Yurtnaç, war betont worden, dass die betreffenden Flugzeuge für die Brandbekämpfung äußerst geeignet seien. Es wurde hervorgehoben, dass die Flugzeuge, die über eine Kapazität von etwa 5.000 Litern Wasser verfügen, eine robuste Rumpfstruktur aufweisen.

Andererseits hatten der ehemalige Minister für Land- und Forstwirtschaft, Bekir Pakdemirli, sowie der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan behauptet, die Flugzeuge seien alt und nicht mehr einsatzfähig. Die entlassenen Piloten der Löschflugzeuge aus dem THK-Bestand widersprachen diesen Behauptungen jedoch und argumentierten, dass die Flugzeuge aktiv genutzt werden könnten.

Es ist bekannt, dass der Vorsitzende des THK-Zwangsverwaltungsausschusses, Kemal Yurtnaç, im Jahr 2015 als Kandidat für das Abgeordnetenamt der AKP in Tokat antrat, jedoch nicht auf die Liste gesetzt wurde. Zudem kam ans Licht, dass der Richter Ömer Azküçük, der die Zwangsverwaltung anordnete, später im Wahlstrategiebüro der AKP tätig war.