Lohnprotest in Akkuyu: Gendarmerie geht mit Wasserwerfern gegen Arbeiter vor!
Arbeiter des im Bau befindlichen Kernkraftwerks Akkuyu in Mersin haben erneut gegen ihre seit Monaten ausstehenden Löhne protestiert. Die Gendarmerie setzte Wasserwerfer gegen die Arbeiter ein, die ihre Rechte einforderten.
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Hunderte Arbeiter des im Bau befindlichen Kernkraftwerks Akkuyu im Bezirk Gülnar in Mersin sind erneut auf die Straße gegangen, da ihre Löhne seit Monaten nicht ausgezahlt wurden. Nachdem die Arbeiter bereits in der vergangenen Woche die Arbeit niedergelegt hatten und keine Reaktion auf ihre Forderungen erhielten, setzten sie ihre Proteste heute fort.
GENDARMERIE GREIFT EIN, WASSERWERFER EINGESETZT
Der friedliche Protest der Arbeiter sollte von der Gendarmerie unterbunden werden. Die zum Einsatzort entsandten Einheiten gingen hart gegen die Arbeiter vor. Bei dem Einsatz wurde auch ein Wasserwerfer (TOMA) verwendet. Die Momente des Eingreifens wurden mit Mobiltelefonen aufgezeichnet.
"SEIT MONATEN KEINE ZAHLUNG, WIR FINDEN KEINEN ANSPRECHPARTNER"
Die Arbeiter äußerten bei dem Protest ihren Unmut darüber, dass sie seit Monaten keine Gehälter erhalten haben. Ein Arbeiter erklärte gegenüber der Zeitung Cumhuriyet: „Wir bekommen seit Monaten kein Gehalt. Die Menschen lassen ihre Kinder und Ehepartner zurück und kommen hierher. Wir sind in einer verzweifelten Lage.“ Den Arbeitern zufolge liegt die Ursache der Probleme bei dem Subunternehmer TSM Enerji İnşaat Sanayi Limited Şirketi, der für die Lohnzahlungen verantwortlich ist.
SUBUNTERNEHMER ENTZIEHT SICH DER VERANTWORTUNG
Die Arbeiter berichten, dass das Subunternehmen keine Zahlungen leiste und sie von keinem Verantwortlichen klare Informationen erhielten. „Es gibt niemanden, der uns als Ansprechpartner dient. Wenn wir unsere Stimme erheben, um unsere Rechte einzufordern, steht uns die Gendarmerie gegenüber“, schilderten die Arbeiter ihre ausweglose Situation.