Lütfü Savaş reicht Klage gegen CHP ein: Annullierung des 'dubiosen Parteitags' gefordert!
Der ehemalige Bürgermeister von Hatay, Lütfü Savaş, hat beim 31. Zivilgericht erster Instanz in Ankara Klage auf Annullierung des CHP-Parteitags eingereicht.
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Der ehemalige Bürgermeister der Großstadtgemeinde Hatay, Lütfü Savaş, hat gegen die Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) Klage eingereicht, um den umstrittenen ordentlichen Parteitag der Partei vom 4. bis 5. November 2023 annullieren zu lassen. In der vorliegenden Klageschrift behauptet Savaş, dass er nach Gesprächen mit Delegierten des Parteitags erfahren habe, dass die derzeitige Parteiführung und Personen in lokalen Verwaltungsämtern Druck auf die Delegierten ausgeübt hätten. Zudem seien einigen Delegierten im Austausch für ihre Stimmen Häuser und Fahrzeuge versprochen, in den Hotels, in denen sie untergebracht waren, große Mengen an US-Dollar verteilt und anderen Delegierten Arbeitsplätze zugesichert worden. Lütfü Savaş fordert in seiner Klageschrift nicht nur die Annullierung des Parteitags, sondern auch die Absetzung der aktuellen Vorstandsmitglieder. Er kündigte zudem an, dem Gericht Beweise und Zeugen vorzulegen.
Die Diskussionen um den „dubiosen“ Parteitag der CHP nehmen weiter zu.
In den Ermittlungen, die von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara eingeleitet, von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul ausgeweitet und erstmals im Februar 2024 bekannt gegeben wurden, gibt es neue Entwicklungen.
Es ist bekannt, dass zahlreiche CHP-Mitglieder Beschwerde eingereicht haben, mit dem Vorwurf, dass auf dem Parteitag Versprechungen gemacht wurden, um die Wahlergebnisse zu beeinflussen, und dass Delegiertenstimmen gegen Geld gekauft worden seien.
Berichten von Veryansın Tv zufolge haben bisher 40 Personen Klage auf Annullierung des Parteitags eingereicht und der Generalstaatsanwaltschaft Beweise vorgelegt. Einer dieser Personen ist der ehemalige Bürgermeister der Großstadtgemeinde Hatay, Lütfü Savaş.
DIE KLAGESCHRIFT VON LÜTFÜ SAVAŞ
Die Klageschrift vom 14. Februar 2025 wurde im Namen von Lütfü Savaş durch seinen Anwalt Onur Yusuf Üregen beim Gericht eingereicht. Üregen erklärte in der Schrift, dass Lütfü Savaş nach Bekanntwerden der Ermittlungen zum CHP-Parteitag vom 4. bis 5. November 2023 Gespräche mit vielen Delegierten geführt habe. Nach Untersuchung der Angelegenheit sei er zu der Überzeugung gelangt, dass der Parteitag schwerwiegende Unregelmäßigkeiten aufweise, weshalb er sich zur Klageerhebung entschlossen habe.
KOFFERWEISE DOLLAR
In der Klageschrift heißt es dazu:
„Nach der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat der Mandant im Zuge seiner Recherchen mit vielen Parteitagsdelegierten gesprochen. Den befragten Delegierten zufolge wurde von der aktuellen Parteiführung und Personen in lokalen Verwaltungsebenen Druck auf die Delegierten ausgeübt, um das Wahlergebnis zu manipulieren. Den Delegierten seien im Austausch für ihre Stimmen Häuser und Autos versprochen worden; kofferweise Dollar seien in die Hotels gebracht und an die Delegierten verteilt worden. Zudem seien iPhones und iPads als Gegenleistung für Stimmen übergeben und einigen Delegierten Arbeitsplätze versprochen worden, was in sozialen Medien und Nachrichtenberichten offen thematisiert wurde.“
Die Klageschrift führt weiter aus:
„Darüber hinaus wurden, wie aus den beigefügten Presseberichten hervorgeht, einige Delegierte, die auf dem besagten Parteitag ihre Stimme abgaben, sowie deren Angehörige bei der Stadtverwaltung Istanbul eingestellt. Vielen weiteren Delegierten wurden politische Ämter, darunter Bürgermeisterposten, versprochen. Wie ebenfalls aus den beigefügten Presseberichten ersichtlich ist, ist es erwiesen, dass während des Parteitags durch Unternehmen, die von CHP-geführten Gemeinden in Istanbul Aufträge erhielten, Geldflüsse an Delegierte stattfanden (als Gegenleistung für die Auftragsvergabe).“
Lütfü Savaş, der für seine Klage gegen die CHP auch die Einsicht in die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaften beantragt hat, betonte, dass die Wahrheit durch die Anhörung von Zeugen bewiesen werde.
'WIR FORDERN DIE SUSPENDIERUNG DER CHP-FÜHRUNG DURCH EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG'
Lütfü Savaş forderte in seiner Klageschrift zudem die Absetzung der Personen in der Führung der Cumhuriyet Halk Partisi. In der Schrift heißt es:
„Da der Zentrale Exekutivausschuss (MYK), der Parteirat und der Hohe Disziplinarausschuss der CHP, die durch die Beeinflussung des Willens der Delegierten auf dem streitgegenständlichen Parteitag an die Parteispitze gelangt sind, während des laufenden Klageverfahrens versuchen werden, durch rechtswidrige Maßnahmen Druck auf Delegierte und andere Parteimitglieder auszuüben, fordern wir vorrangig die sofortige Suspendierung des aktuellen Zentralen Exekutivausschusses, des Parteirats und des Hohen Disziplinarausschusses durch eine einstweilige Verfügung.“