Mansur Yavaş gibt Berkay Gezgin ein Versprechen: 'Wir werden dich nicht vergessen, mein Sohn, wir werden dafür sorgen, dass man dich niemals vergisst'

Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, hat einen neuen Beitrag auf seinem Social-Media-Konto veröffentlicht. Yavaş wandte sich an Berkay Gezgin, der nach seiner Teilnahme an den Saraçhane-Protesten festgenommen und inhaftiert wurde, und sagte: „Berkays letzte Worte waren: ‚Bitte lasst mich nicht vergessen werden‘. Wir werden dich nicht vergessen, mein Sohn. Wir werden weder dich noch diejenigen, die wie du mit dem Herzen sprechen, jemals in Vergessenheit geraten lassen.“

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Berkay Gezgin, der während der Wahlkampagne 2019 mit dem Satz „Mein Präsident, alles wird sehr schön werden“ gegenüber dem Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, in Erinnerung blieb, wurde wegen seiner Teilnahme an den Saraçhane-Protesten inhaftiert und ins Gefängnis gebracht. 

Berkays erster Satz nach der Verkündung des Haftbefehls lautete: „Bitte lasst mich nicht vergessen werden“

Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, erinnerte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto an diesen Satz und gab ein Versprechen ab. Yavaş sagte: „Wir werden dich nicht vergessen, mein Sohn. Wir werden weder dich noch diejenigen, die wie du mit dem Herzen sprechen, jemals in Vergessenheit geraten lassen.“ 

Yavaş äußerte sich in seinem Beitrag wie folgt: 

„Meinungsfreiheit, das Recht auf Kritik und friedliche Demonstrationen sind der Grundstein unserer Demokratie und durch unsere Verfassung geschützt. Ein Land, in dem junge Menschen sprechen können, Journalisten schreiben können und das Volk auf der Straße Gehör findet, ist unser gemeinsamer Traum.

Doch leider erleben wir in den letzten Tagen Entwicklungen, die diesen Traum überschatten.

Es gibt in diesem Land nun Journalisten, die in den frühen Morgenstunden aus ihren Häusern geholt und inhaftiert werden, junge Menschen, die durch Polizeieinsätze zum Schweigen gebracht werden sollen, und unsere Kinder, die inhaftiert werden, weil sie vom Podium aus zur Menge sprachen.

Dieses wunderbare Kind, das sagte ‚Alles wird sehr schön werden‘, Berkay Gezgin… Er ist heute 22 Jahre alt und wurde inhaftiert. Die Jugend dieses Landes wird dafür bestraft, dass sie Träume hat. Strahlende junge Menschen, die nur ihre Stimme erheben wollen, sollen mit Handschellen zum Schweigen gebracht werden.

Ich rufe von hier aus dazu auf: Wir müssen diese jungen Menschen nicht durch Angst und Einschüchterung, sondern durch Zuhören großziehen. Wir müssen ihnen Gehör schenken. Denn sie sind die Zukunft dieses Landes.

Berkays letzte Worte waren: ‚Bitte lasst mich nicht vergessen werden‘.

Wir werden dich nicht vergessen, mein Sohn. Wir werden weder dich noch diejenigen, die wie du mit dem Herzen sprechen, jemals in Vergessenheit geraten lassen.“