Mansur Yavaş reagiert auf die Verhaftung von Tanju Özcan
Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, äußerte sich kritisch zur Verhaftung des Bürgermeisters von Bolu, Tanju Özcan, und betonte, dass Untersuchungshaft die Ausnahme sein sollte. Yavaş erklärte: „Ein Bürgermeister kommt einer Vorladung nach und gibt seine Aussage ab. Eine solche Maßnahme gegen eine Person, bei der keine Fluchtgefahr besteht, keine Möglichkeit zur Beweisverdunkelung gegeben ist und die ihr Amt öffentlich ausübt, findet im öffentlichen Gewissen keine Rechtfertigung.“
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In einer Erklärung über seine Social-Media-Konten sagte Yavaş: „Wir verteidigen von Anfang an denselben Grundsatz. Untersuchungshaft ist die Ausnahme. Der Grundsatz ist, dass Gerichtsverfahren ohne Inhaftierung durchgeführt werden.
Die gegen unseren Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, verhängte Haftentscheidung hat diesen grundlegenden Rechtsgrundsatz erneut klar verletzt.
Ein Bürgermeister kommt einer Vorladung nach und gibt seine Aussage ab. Eine solche Maßnahme gegen eine Person, bei der keine Fluchtgefahr besteht, keine Möglichkeit zur Beweisverdunkelung gegeben ist und die ihr Amt öffentlich ausübt, findet im öffentlichen Gewissen keine Rechtfertigung.
Niemand steht über dem Gesetz, aber das Gesetz darf auch nicht in eine Machtdemonstration gegen irgendjemanden verwandelt werden. Man darf nicht vergessen, dass nicht nur eine Person geschädigt wird. Geschädigt werden das Vertrauen in die Demokratie, der Wille des türkischen Volkes und das Ansehen des Rechtsstaates“, so seine Worte.