Aufsehenerregende Behauptung von Mehmet Metiner zum 15. Juli: 'Die Leute vom 16. Juli haben gewonnen'
Der Yeni-Şafak-Kolumnist Mehmet Metiner schrieb anlässlich des achten Jahrestages des Putschversuchs vom 15. Juli, dass vom Geist des 15. Juli nichts mehr übrig sei und die „Leute vom 16. Juli gewonnen haben“.
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Der ehemalige AKP-Abgeordnete und Yeni-Şafak-Kolumnist Mehmet Metiner hat einen bemerkenswerten Artikel über den Putschversuch vom 15. Juli verfasst.
In seinem Artikel mit dem Titel „Die Leute vom 16. Juli haben gewonnen…“ behauptete Metiner, dass einige AKP-Mitglieder, die in der Nacht des 15. Juli verschwunden waren, sich am Morgen des 16. Juli um den AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan versammelt hätten.
„Wenn die FETÖ heute nicht besiegt werden konnte oder nicht besiegt werden kann, muss man den Grund dafür an der richtigen Stelle suchen. Denn mit dem politischen Arm der FETÖ wurde nicht abgerechnet“, so Metiner. Er fügte hinzu: „Denn diejenigen, die dank der Vermittlung wohlwollender Personen begnadigt wurden, existieren immer noch in wichtigen Schichten der Politik, der Bürokratie und des Staates. Sie haben nur ihr Gewand gewechselt. Und wir haben es geglaubt.“
„VOM GEIST DES 15. JULI IST NICHTS MEHR ÜBRIG“
Metiner erklärte, dass vom Geist des 15. Juli nichts mehr übrig sei und schrieb: „Während wir darauf warteten, dass die Politik auf der Achse des Geistes vom 15. Juli Gestalt annimmt, wurde sie zum Opfer jener Politik. Die Leute vom 16. Juli haben gewonnen. Und die Leute vom 16. Juli wurden sowohl zu den bestimmenden Akteuren in der Politik als auch zu denjenigen, die die Richtung der Politik vorgaben. Das Ergebnis ist offensichtlich.“
Hier ist der entsprechende Teil aus Metiners Artikel:
„Ich habe die Feiglinge verachtet, die in jener Nacht nicht auf den Plätzen waren und von denen wir nicht einmal wussten, in welchem Loch sie sich versteckt hatten, als sie ab dem 16. Juli auf die Panzer stiegen und für Fotos posierten.
Ich empfand Ekel, als sie bei den Demokratie-Kundgebungen mit heldenhafter Attitüde sprachen.
Es waren führende Persönlichkeiten.
Es waren bekannte politische Akteure.
Einige waren Spitzenfunktionäre der Partei.
Andere waren Minister, Abgeordnete und so weiter…
Fast alle waren Menschen, die sich an die Seite des ‚Reis‘ (Anm. d. Red.: Erdoğan) stellten, wenn er irgendwohin reiste.
Es waren Leute, die dank des ‚Reis‘ in jene hohen Ämter gehoben wurden, die sie nicht verdient hatten.
Aber in jener Nacht waren sie nicht da.
Sie waren nicht da in jener Nacht, als der ‚Reis‘ mit seiner verehrten Ehefrau, seinen Kindern und Enkeln durch den Kreis des Todes ging.
Sie waren nicht da, als der ‚Reis‘ am Flughafen Istanbul landete.
Sie waren nicht da, als über dem ‚Reis‘ Kampfflugzeuge flogen, die den Tod speiten.
Die Telefone vieler waren ausgeschaltet.
Und wer weiß, in welchem Keller sich diese feigen Drückeberger versteckt hatten.
Als der Tag anbrach, kamen sie einer nach dem anderen aus ihren Verstecken.
Am 16. Juli war für sie die Sonne aufgegangen.
Sie kamen angerannt, als wäre nichts geschehen.
Sie scharten sich wieder um den ‚Reis‘.
Denn sie hatten gesehen, dass die Putschisten von den tapferen Söhnen der Nation besiegt worden waren.
Ich empfand Ekel, wenn ich sie sah.
Diese Heuchelei.
Diese Feigheit…“