Mehrwertsteuererhöhung auf Futtermittel: Auswirkungen auf Endproduktpreise erwartet
Die steuerliche Regelung für Futtermittel, den größten Kostenfaktor in der Tierhaltung, wurde geändert. Mit einem im Amtsblatt veröffentlichten Kommuniqué wurde die Mehrwertsteuerbefreiung für Futterzusatzstoffe und Flockenprodukte aufgehoben. Auf diese Produkte wird nun eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent erhoben.
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Durch eine Änderung des allgemeinen Anwendungskommuniqués zur Mehrwertsteuer, das vom Ministerium für Schatz und Finanzen erstellt wurde, wurden Vormischungen (Premixe) und Flocken, die nicht direkt an Tiere verfüttert werden, aber für die Futtermittelproduktion von entscheidender Bedeutung sind, aus der Steuerbefreiung gestrichen.
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Dem Kommuniqué zufolge werden diese Produkte nun nicht mehr als eigenständiges „Mischfutter“ betrachtet und unterliegen dem vollen Steuersatz.
FUTTERMITTELINDUSTRIE WARNT: PREISE WERDEN STEIGEN
Der Agrarjournalist Ali Ekber Yıldırım erklärte, dass die Regelung zu einer Mehrwertsteuererhöhung von 3 Prozent auf Futtermittel führen werde. Unter Berufung auf eine Erklärung des türkischen Verbandes der Futtermittelhersteller gab Yıldırım an, dass diese steuerliche Anpassung die Futtermittelkosten um durchschnittlich 3 Prozent belasten werde.
Nach Angaben von Yıldırım warnen Branchenvertreter insbesondere vor folgenden Punkten:
Zusätzliche Kosten: Die Anwendung der 20-prozentigen Mehrwertsteuer wird sich als Preiserhöhung auf die Endprodukte auswirken.
Kritische Sektoren: Da Vormischungen intensiv bei der Produktion von Eier- und Geflügelfutter verwendet werden, wird erwartet, dass die Preissteigerungen in diesen Bereichen über dem Durchschnitt liegen werden.