Menschenleben in der Türkei so wenig wert! Betrieb, der eine Familie in Ortaköy vergiftete, hat langes Vorstrafenregister
Nachdem eine Mutter und ihre zwei Kinder nach einer Vergiftung während eines Urlaubs in Istanbul verstorben sind, wird der Vater im Krankenhaus behandelt. Die kriminelle Vergangenheit der im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommenen Verdächtigen sorgt für Aufsehen.
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Ein Vergiftungsvorfall, der sich am 9. November im Istanbuler Stadtteil Ortaköy ereignete, hat für große Bestürzung gesorgt. Das Ehepaar Servet und Çiğdem B., das aus Deutschland zu einem Urlaub nach Istanbul gereist war, besuchte nach der Einreise in die Türkei gemeinsam mit ihren Kindern Kadir Muhammet B. und Masal B. einen Muschelstand sowie ein Restaurant in Ortaköy.
MIT VERGIFTUNGSVERDACHT INS KRANKENHAUS EINGELIEFERT
Nachdem die Familie am 11. November gegen 14:20 Uhr Muscheln an einem mobilen Stand in Ortaköy gekauft und anschließend in einem Restaurant namens G.M. Suppe, Sucuk-Kokoreç und Hähnchen-Tantuni gegessen hatte, fühlten sie sich unwohl. 20 Minuten nach dem Essen suchte die Familie ein Krankenhaus auf; die Eltern wurden in das Bezmialem Vakıf Üniversitesi Krankenhaus, die Kinder in das Çapa Tıp Fakültesi Krankenhaus verlegt. Während die Familie in Behandlung war, verschlechterte sich der Zustand der Kinder am Morgen des 13. November, woraufhin sie verstarben. Çiğdem B. verstarb trotz aller medizinischen Bemühungen am 14. November.
BEHANDLUNG DES VATERS SERVET B. DAUERT AN
Nach dem Tod seiner zwei Kinder und seiner Frau infolge der Vergiftung wird der Vater Servet B. weiterhin im Krankenhaus behandelt. Im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen werden die im Hotelzimmer sichergestellten Proben von türkischem Honig (Lokum) sowie Erbrochenem weiterhin untersucht.
VORSTRAFENREGISTER DER FESTGENOMMENEN VERDÄCHTIGEN AUFGEDECKT
Im Zuge der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen wurden drei Verdächtige festgenommen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um den Geschäftsinhaber Ercan E., den mobilen Muschelverkäufer Yusuf D. und den Verkäufer von türkischem Honig, Fatih T. Es wurde bekannt, dass diese Personen bereits Vorstrafen wegen Delikten wie „vorsätzlicher Körperverletzung“, „Betrug“ und „fahrlässiger Körperverletzung“ aufweisen.
VERSIEGELUNG DER BETRIEBE
Im Zusammenhang mit dem Vorfall in Istanbul wurden Restaurants und Geschäfte versiegelt. Das Restaurant, in dem die Familie gegessen hatte, wurde von der Stadtverwaltung Beşiktaş auf unbestimmte Zeit geschlossen. Teams der Landwirtschaftsbehörde des Bezirks entnahmen Proben aus den betroffenen Betrieben und leiteten Untersuchungen ein.
Justizminister Yılmaz Tunç erklärte, dass die Ermittlungen mit Sorgfalt fortgesetzt werden und sich vier Verdächtige in Gewahrsam befinden. Der Minister betonte, dass die Untersuchungen durch das Institut für Rechtsmedizin (Adli Tıp Kurumu) andauern, um die genauen Todesursachen festzustellen. Minister Tunç wünschte dem Vater Servet B. nach dem Verlust seiner Frau und seiner Kinder eine baldige Genesung und erklärte, dass die Ermittlungen in alle Richtungen fortgeführt werden.