Merdan Yanardağ antwortet auf „Spionage“-Ermittlungen: „Ich habe nie Geld von Hüseyin Gün erhalten“
Der Chefredakteur von TELE1, Merdan Yanardağ, erklärte in seiner Aussage zu den Spionagevorwürfen, dass er kein Geld von Hüseyin Gün erhalten habe. Yanardağ wies die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurück und bezeichnete sie als haltlos.
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Der Chefredakteur des Fernsehsenders TELE1, Merdan Yanardağ, hat im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten „Spionage“-Ermittlungen vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt. In seiner Aussage wies er die Behauptungen zurück, der Informant Hüseyin Gün habe ihm Geld gegeben. Yanardağ sagte: „Ich habe bis heute unter keinem Vorwand Geld von Hüseyin Gün erhalten. Entweder erinnere ich mich falsch oder er erinnert sich falsch.“
„MEIN SCHRIFTVERKEHR MIT IHM IST DER EINES GEWÖHNLICHEN ZUSCHAUERS“
Zu den Vorwürfen, Gün habe Yanardağ Anweisungen zu den in der Sendung zu besprechenden Themen gegeben, stellte Yanardağ klar: „Auch wenn unsere WhatsApp-Gespräche in der Ermittlungsakte so umgedeutet wurden, als hätte ich Anweisungen von ihm erhalten, ist mein Schriftverkehr mit ihm ein gewöhnlicher Austausch, wie man ihn mit einem normalen Zuschauer führt.“ Yanardağ betonte, dass diese Art von Korrespondenz den Zuschauerkommentaren und Vorschlägen ähnele, die er häufig erhalte.
BESTÄTIGUNG DER FINANZIELLEN UNTERSTÜTZUNG DURCH SEHER ALAÇAM
Yanardağ bestätigte die Behauptungen über finanzielle Unterstützung durch Seher Alaçam, die Hüseyin Gün in seiner Aussage erwähnt hatte. Yanardağ erklärte: „Es stimmt, dass Frau Seher, als sie noch lebte, dem Sender Tele1 als institutionelle Unterstützung finanzielle Hilfe in bar zukommen ließ. Diese Hilfen waren geringfügige Beträge, die verbucht und in den Unterlagen festgehalten wurden. Es gibt keinen anormalen Sachverhalt.“
KLARSTELLUNG ZUM INHALT DER TREFFEN MIT GÜN
Yanardağ gab an, dass sich seine Treffen mit Hüseyin Gün meist auf die politische Agenda bezogen hätten, und sagte: „Ich habe das Haus von Frau Seher in Yeniköy einige Male besucht. Bei diesen Treffen sprachen wir meist über die Wahlen 2023. Ich wusste nicht, dass Hüseyin der Ziehsohn von Frau Seher war; ich wusste, dass er ihr leiblicher Sohn war.“
„ICH BIN EIN LINKSGERICHTETER UND PATRIOTISCHER JOURNALIST“
Abschließend wies Yanardağ die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und äußerte sich wie folgt: „Ich bin ein linksgerichteter und patriotischer Journalist. Es ist undenkbar, dass ich irgendeine Tätigkeit gegen mein Land oder gegen unser Volk ausübe. Das wäre der abscheulichste Vorwurf, den man mir machen könnte.“ Yanardağ betonte, dass es Versuche gebe, sein Berufsleben als sozialistischer und patriotischer Journalist zu beflecken, erklärte, dass er mit einer ungerechtfertigten Anschuldigung konfrontiert sei, und forderte seine Freilassung.
HÜSEYIN GÜN ALS INFORMANT GENANNT
Hüseyin Gün, der im Rahmen der Ermittlungen als Informant auftrat, hatte zuvor mit dem Begriff „kriminelle Organisation Ekrem İmamoğlu“ für Aufsehen gesorgt. Yanardağ äußerte sich zu Gün und betonte, dass seine Gespräche mit ihm gewöhnliche Unterhaltungen über Politik gewesen seien.