MHP reagiert auf „Anführer“-Debatte mit den Worten „man muss manche Dinge überwinden“: Bahçeli hatte von „Gründer-Anführer“ gesprochen

Der stellvertretende Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), İsmail Özdemir, äußerte sich zu dem Begriff „Gründer-Anführer“, den MHP-Chef Devlet Bahçeli für den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, verwendet hatte. Özdemir sagte: „Ob wir es akzeptieren oder nicht, das ist eine technische Realität. Der Parteivorsitzende hat diese Realität ausgesprochen. Die Türkei muss manche Dinge überwinden.“

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Der stellvertretende MHP-Vorsitzende İsmail Özdemir äußerte sich zu dem Begriff „Gründer-Anführer“, den Bahçeli für den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, verwendet hatte, und sagte: „Ob wir es akzeptieren oder nicht, das ist eine technische Realität. Der Parteivorsitzende hat diese Realität ausgesprochen. Die Türkei muss manche Dinge überwinden. Wir müssen breiter und positiver denken. Als Land haben wir viele Ziele.“

Im Gespräch mit der Habertürk-Kolumnistin Nagehan Alçı äußerte sich Özdemir auch zu den jüngsten Entwicklungen in der Türkei und in Syrien.

Özdemir betonte, dass die MHP das Abkommen in Syrien voll und ganz unterstütze, und erklärte: „Der aktuelle Punkt ist auch ein großes Verdienst der Türkei und des hier stattfindenden Prozesses. Der werte Parteivorsitzende hat diese Entwicklungen vorausgesehen und seine Schritte entsprechend unternommen. Wäre der Schritt für eine Türkei ohne Terror nicht getan worden, würde die Türkei heute mit zeitraubenden Debatten aufgehalten werden.“

„WIR HABEN EINE ARBEIT AUSGEARBEITET“

Bezüglich der Haltung seiner Partei zum Thema „Neue Verfassung“ sagte Özdemir Folgendes:

„Wir als MHP haben im Jahr 2021 eine Arbeit ausgearbeitet und diese mit der AK-Partei geteilt, jedoch nicht mit der Öffentlichkeit. Unsere roten Linien sind jedoch klar. Man muss systematisch vorgehen. Wir werden mit einer demokratischeren, inklusiveren Türkei im 21. Jahrhundert sicheren Schrittes voranschreiten. Es ist notwendig, die rechtliche und diplomatische Infrastruktur dafür vorzubereiten. Wir müssen Vertrauen in uns selbst haben.“