MHP-Vize Semih Yalçın an TÜSİAD: 'Wir lassen nicht zu, dass sie Memorandum-Spielchen treiben'

Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Semih Yalçın hat sich in die Debatte um den Industrieverband TÜSİAD eingeschaltet. Yalçın erklärte: "Als MHP und Volksallianz lassen wir nicht zu, dass TÜSİAD Memorandum-Spielchen treibt und versucht, die Politik zu steuern."

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Nach den kritischen Äußerungen von TÜSİAD gegenüber der Regierung hat sich nun auch der stellvertretende MHP-Vorsitzende Semih Yalçın in die Debatte eingeschaltet. Yalçın gab eine schriftliche Stellungnahme zu den Ermittlungen ab, die nach den Aussagen der TÜSİAD-Führung eingeleitet wurden. 

Yalçın äußerte sich wie folgt:

"TÜSİAD sollte aufhören, seine Nase in politische Angelegenheiten zu stecken, anstatt sich den Problemen der türkischen Industrie und Wirtschaft zu widmen. Wir fragen die politisch sehr interessierten TÜSİAD-Führungskräfte: Haben Sie für die Sicherheit und das Wohlergehen der Türkei Panzer, Geschütze oder Gewehre produziert? Haben Sie Flugzeuge gebaut? Haben Sie in die Bereiche Künstliche Intelligenz, Kernenergie und Weltraumtechnologien investiert und junge Menschen gefördert?

Welche Initiativen haben Sie aus Ihrer Perspektive ergriffen, um den Wohlstand des Volkes zu sichern und die Armut zu minimieren? Was haben Sie diesem Staat und diesem Land gegeben, außer sich in Angelegenheiten einzumischen, die Sie nichts angehen? Haben Sie das, was Sie dem Volk abgepresst haben, an das Volk zurückgegeben, dass Sie sich ständig das Recht herausnehmen, eine Vormundschaft über Politik und Regierung auszuüben? Wir möchten, dass bekannt ist: Als MHP und Volksallianz lassen wir nicht zu, dass TÜSİAD Memorandum-Spielchen treibt und versucht, die Politik zu steuern."

Yalçın behauptete zudem, dass ein von der CHP angeführter Kreis seit einiger Zeit versuche, künstliche Agenden in der Türkei zu schaffen, und fügte in seiner Erklärung hinzu:

"Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die CHP, die einerseits vom Recht spricht und andererseits mit kriminellen Organisationen um den Bruch des Rechts wetteifert, die öffentliche Meinung manipuliert. Zudem billigen wir es nicht, wenn aus dem Gesagten Dinge herausgelesen werden, die nicht gesagt wurden, oder wenn versucht wird, konstruktive Kommentare in der Politik in Gelegenheiten umzumünzen. Wir werden die Hoffnungen derjenigen zunichtemachen, die unter dem Deckmantel von Frieden und Brüderlichkeit einen neuen Lösungsprozess etablieren wollen und von demokratischer Autonomie träumen."