Minister Tunç erklärt: Besteht die Möglichkeit einer erneuten Sperrung von Instagram?
Instagram, das von der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) wegen 'Nichteinhaltung von Katalogstraftaten' gesperrt worden war, blieb für längere Zeit unzugänglich und wurde nach einer Einigung zwischen den Parteien wieder freigeschaltet. Justizminister Tunç äußerte sich zu Fragen, ob sich eine solche Situation wiederholen könnte.
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Nach der Sperrung von Instagram fragen sich die Nutzer, ob die Plattform erneut geschlossen werden könnte. Justizminister Tunç hat sich zu diesem Thema geäußert. Tunç erklärte, dass 'ungewollte Situationen' eintreten könnten, falls Instagram gerichtliche Entscheidungen nicht umsetzt.
Die Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien hatte den Zugang zu Instagram gesperrt, was eine Welle der Empörung auslöste. Nach Reaktionen und Gesprächen mit Instagram-Vertretern wurde der Zugang wieder freigegeben. Justizminister Yılmaz Tunç beantwortete in einer Live-Sendung die Frage, ob Instagram erneut gesperrt werden könnte.
Auf die Frage, ob eine erneute Sperrung in Betracht komme, falls Instagram den Forderungen der zuständigen türkischen Behörden nicht nachkomme, erläuterte Tunç, dass das Gesetz bestimmte Katalogstraftaten wie Kindesmissbrauch oder Terrorpropaganda vorsehe. Wenn diesbezüglich eine Meldung erfolge, fordere die Justiz die Entfernung der Inhalte. Sollten diese nicht entfernt werden, würden schrittweise Sanktionen wie Geldstrafen, Werbeverbote oder Bandbreitendrosselungen verhängt.
"SIE MÜSSEN GERICHTLICHE ENTSCHEIDUNGEN UMSETZEN"
Er betonte, dass Social-Media-Unternehmen das türkische Recht respektieren müssten, und äußerte sich wie folgt:
"(Auf Instagram) gibt es Konten und Beiträge von Mitgliedern terroristischer Organisationen, die der Propaganda dienen. Insbesondere wenn diese strafbaren Sachverhalte im Rahmen gerichtlicher Beschlüsse an das Social-Media-Unternehmen übermittelt werden, muss das Konto unbedingt geschlossen und die gerichtliche Entscheidung umgesetzt werden.
Wenn sie diese Schritte nicht unternehmen und die Konsequenzen bis zur Bandbreitendrosselung führen – was ein schrittweises Strafverfahren ist –, dann entsteht natürlich eine Situation, die wir nicht wollen. Wollen wir, dass eine Social-Media-Plattform, die von Millionen unserer Menschen genutzt wird, geschlossen wird? Natürlich wollen wir das nicht."