Minister Yerlikaya klärt auf: Was geschah beim Angriff auf die Kirche in Sarıyer? War der Generalkonsul das Ziel?

Innenminister Ali Yerlikaya erläuterte einige bisher unbekannte Details zu dem bewaffneten Angriff auf die Santa-Maria-Kirche in Sarıyer, bei dem ein Mensch ums Leben kam.

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Innenminister Ali Yerlikaya berichtete über die Details des bewaffneten Angriffs auf die Santa-Maria-Kirche in Sarıyer. Yerlikaya erklärte: „Die Angreifer betraten die Kirche mit 7,65-mm-Pistolen. Gott sei Dank hatten beide Waffen eine Ladehemmung. Am Boden wurden drei Patronenhülsen gefunden.“

„WIR SUCHEN EBENFALLS NACH ANTWORTEN“

Im Gespräch mit Hande Fırat von der Hürriyet antwortete Minister Yerlikaya auf die Frage: „Wir kennen die Vorgehensweise des IS. Entweder benutzen sie Bomben oder sie massakrieren alle Zivilisten an dem Ort, den sie betreten. Was war ihr Ziel bei diesem Angriff?“ mit den Worten: „Wir suchen ebenfalls nach der Antwort auf dieselbe Frage.“

Yerlikaya wies darauf hin, dass die Ladehemmung der Waffen möglicherweise verhindert habe, dass die Täter ihr Ziel erreichten. Der Minister fügte hinzu, dass die detaillierte Antwort auf diese Frage durch die Aussagen und die laufenden Ermittlungen ans Licht kommen werde.

„WÄRE DER GENERALKONSUL DAS ZIEL GEWESEN...“

Minister Yerlikaya erklärte, dass nach ersten Erkenntnissen der polnische Generalkonsul Witold Lesniak nicht das Ziel gewesen sei: „Es liegen Informationen vor, dass der polnische Generalkonsul regelmäßig verschiedene Kirchen in Istanbul besucht und diesmal zufällig in dieser Kirche war. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 35 Personen in der Kirche. Wenn der Generalkonsul das Ziel gewesen wäre, warum schlagen die Angreifer dann erst mit dem Griff der Waffe auf Tuncer Cihan ein, bevor sie ihn erschießen?“

Bezüglich der Tatsache, dass die Angreifer ein Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen benutzten, teilte Yerlikaya mit: „Das Fahrzeug ist 2022 aus Europa eingereist. Es hat hier den Besitzer gewechselt. Die Täter konnten bereits durch die Nachverfolgung des Besitzerwechsels und der Ausspähung ermittelt werden.“