Minister Yılmaz Tunç gab bekannt: Zahl der Festnahmen auf 12 gestiegen

Justizminister Yılmaz Tunç gab bekannt, dass im Zuge der Brandkatastrophe im Hotel in Bolu-Kartalkaya auch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr der Stadt Bolu, İrfan Acar, festgenommen wurde, womit die Zahl der Festnahmen auf 12 gestiegen ist.

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Bei der Brandkatastrophe in einem Hotel in Bolu-Kartalkaya kamen 78 Menschen ums Leben. Die von der Generalstaatsanwaltschaft Bolu eingeleiteten strafrechtlichen Ermittlungen dauern an.

Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich gegenüber TRT Haber zu dem Brand im Grand Kartal Hotel in Bolu-Kartalkaya.

Minister Tunç erklärte, dass die Arbeit des Sachverständigengremiums fortgesetzt werde: „Es heißt, das Feuer sei in der Küche ausgebrochen. Das endgültige Ergebnis wird nach Abschluss des Gutachtens vorliegen. Die strafrechtliche Untersuchung ist hier von großer Bedeutung. Wir setzen unsere Arbeit fort, um sicherzustellen, dass die strafrechtliche Untersuchung effektiv und in allen Aspekten durchgeführt wird.“

‘VORLÄUFIGER BERICHT WIRD IN DEN KOMMENDEN TAGEN ERWARTET’

Minister Tunç teilte mit, dass 6 Staatsanwälte für die Ermittlungen beauftragt wurden: „Ein 7-köpfiges Sachverständigengremium wurde gebildet. Die Experten führen ihre Untersuchungen durch. Die Brandursache wird durch den Bericht geklärt werden. Der Prozess der Entstehung und Ausbreitung des Feuers wird durch eine detaillierte Untersuchung offengelegt. Es handelt sich um ein Expertengremium auf seinem Gebiet. Das Gremium hat bereits erste Untersuchungen am Tatort durchgeführt, der Feuerwehrbericht liegt noch nicht vor. Unsere verletzten Bürger werden vernommen. In den kommenden Tagen wird ein vorläufiger Bericht erwartet. Danach folgen die Arbeiten am endgültigen Bericht. Gegen jeden, der ein Verschulden trägt, werden die entsprechenden Verfahren eingeleitet.“

ZAHL DER FESTNAHMEN AUF 12 GESTIEGEN

Nach den Betriebsinhabern Halit und Emine Ergün, dem Betriebsleiter Emir Aras, dem Generaldirektor der Kartal-Hotels Ahmet Demir, dem stellvertretenden Bürgermeister von Bolu Sedat Gülener und dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr der Stadt Bolu Kenan Çoşkun ist die Zahl der Festnahmen mit der Ingewahrsamnahme des stellvertretenden Feuerwehrleiters der Stadt Bolu, İrfan Acar, auf 12 gestiegen.

Minister Tunç sagte zum Justizverfahren Folgendes:

„Es besteht eine Entschlossenheit, das Justizverfahren bis zum Ende effektiv zu führen, egal wen es betrifft oder wohin es führt. Ohne das Thema in eine politische Debatte zu ziehen... Denn es geht um unsere verlorenen Leben. Diese Kinder wollten mit großer Begeisterung nach Erhalt ihrer Zeugnisse mit ihren Eltern einen Skiurlaub machen. Sie verloren bei einer solchen Katastrophe ihr Leben. Es ist notwendig, die Verantwortlichen zu finden, die ihren Tod verursacht haben, und sie vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen.“

‘ALLE KAMERAAUFZEICHNUNGEN UND DOKUMENTE BESCHLAGNAHMT’

Bisher gibt es 12 Festnahmen. Der Prozess läuft weiter. Im weiteren Verlauf wird die Generalstaatsanwaltschaft auf Basis des Sachverständigengutachtens handeln. Es gibt bereits eine Reihe von Beweisen. Es gibt Kameraaufzeichnungen. Alle Dokumente wurden beschlagnahmt. Diese Katastrophe wird in allen Einzelheiten weiter untersucht. Wer auch immer in diesem Brand Fahrlässigkeit oder Schuld trägt, wird sich vor Gericht verantworten müssen, unabhängig von seinem Status. Unsere Justizbehörden sind diesbezüglich entschlossen. Die Ermittlungen dauern in allen Aspekten an.

‘AK-PARTEI-FRAKTION HAT IM TÜRKISCHEN PARLAMENT EINEN UNTERSUCHUNGSANTRAG EINGEREICHT’

Minister Tunç betonte die Bedeutung der Umsetzung notwendiger Maßnahmen und Regelungen, um eine Wiederholung einer solchen Katastrophe zu verhindern: „Die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um eine solche Situation in Zukunft zu vermeiden, sind wichtig. Dies darf sich nicht wiederholen. Die AK-Partei-Fraktion hat dazu einen Untersuchungsantrag im Parlament eingereicht. Er wird in den kommenden Tagen in der Generalversammlung beraten. Auch die anderen Parteien werden dies unterstützen. Mit einem Untersuchungsausschuss wird es eine Arbeit des Parlaments geben, um die notwendigen Maßnahmen, die erforderlichen Änderungen der Vorschriften und alles, was nötig ist, zu erarbeiten.“

ZUR NARİN-ERMITTLUNG

Zu dem Fall Narin Güran merkte Minister Tunç Folgendes an:

„Die grausame Ermordung unseres Kindes Narin hat uns als Nation tief verletzt. Sie war am 21. August verschwunden, 19 Tage lang wurde gesucht. Parallel zu den Suchaktionen wurde eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet. Mehr als 260 Aussagen wurden aufgenommen, viele Beweise gesammelt. Im Lichte all dieser Beweise und Aussagen kam es zu Festnahmen. Es gibt noch 8 Personen, gegen die ermittelt wird. Die Untersuchung dauerte 2 Monate und wurde in 2 Monaten abgeschlossen. Letztendlich hat die Justiz auf Basis dieser Beweise ihr Urteil gefällt. Heute wurde eine fast 950-seitige Urteilsbegründung veröffentlicht. Wir haben den Prozess alle gemeinsam verfolgt. Besonders während der Phase, in der die Ermittlungen geheim waren, gab es einige Provokationen. Es gab politische Verleumdungen. Trotzdem wurde ein effektiver Ermittlungs- und Gerichtsprozess durchgeführt.“

'ALLE MÖGLICHKEITEN DER TECHNOLOGIE WURDEN GENUTZT'

Der Gerichtsprozess dauert an. Es gibt ein Berufungs- und Revisionsverfahren. 3 Personen wurden wegen vorsätzlicher Tötung zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Nachbar wurde wegen Beweismittelunterdrückung verurteilt. Dieses Urteil unterliegt der Berufung. Die Öffentlichkeit wird den weiteren Prozess verfolgen. Wie bei unserem Kind Narin gibt es auch bei unserem Mädchen Rojin einen Prozess, der verfolgt wird. Es gibt eine Sensibilität hinsichtlich der Prävention von Gewalt gegen Frauen. Wir haben diese Themen auch in unsere Strategiedokumente zur Justizreform aufgenommen. Auch in Zukunft wird alles getan, was rechtlich notwendig ist. Heute wurde auch das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts geteilt. Es wurde erklärt, wer aus welchem Grund verurteilt wurde. Bei der Narin-Untersuchung wurden alle Möglichkeiten der Technologie genutzt. Der weitere Prozess wird nun im Berufungsverfahren fortgesetzt.“