Minister Göktaş appelliert an Produzenten: Lassen Sie uns gesellschaftliche Werte nicht für Einschaltquoten opfern
Die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, sprach beim "Vierten Medien-Beratungstreffen" zu Serien- und Filmproduzenten. Göktaş betonte, dass Themen, die manchmal als "gewöhnliche Szenen" bezeichnet werden, eine ganz andere Wirkung auf die Gesellschaft hätten, und mahnte: "Lassen Sie uns gesellschaftliche Werte nicht für Einschaltquoten opfern."
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Das vom Ministerium für Familie und soziale Dienste, dem Ministerium für Kultur und Tourismus sowie dem Rundfunk- und Fernseh-Oberrat (RTÜK) organisierte "Vierte Medien-Beratungstreffen" fand in Istanbul statt.
An dem Treffen, an dem auch Ministerin Mahinur Özdemir Göktaş und RTÜK-Präsident Ebubekir Şahin hinter verschlossenen Türen teilnahmen, waren fast 40 Personen anwesend, darunter Serien- und Filmproduzenten sowie Akademiker.
Informationen zufolge verlief das über dreistündige Treffen produktiv, bei dem die Parteien ihre Forderungen gegenseitig darlegten.
Die Produzenten, die darauf hinwiesen, dass derzeit eine Vielzahl von Serien gleichzeitig ausgestrahlt wird, äußerten: "Es herrscht ein großer Wettbewerb und ein enormer Druck durch die Einschaltquoten. Wir möchten, dass auch unsere Situation verstanden wird."
Branchenvertreter, die berichteten, dass sich viele Unternehmen aufgrund steigender Kosten in einer schwierigen Phase befänden, teilten die Ansicht: “Fast die Hälfte unserer Budgets fließt in Steuern. Erleichterungen in diesem Bereich würden der Branche helfen und die Qualität steigern.”
Die Produzenten, die anmerkten, dass neben der Kritik an einigen Produktionen auch gute Werke gewürdigt werden sollten, brachten den Vorschlag ein, Serien und Filme stärker auszuzeichnen.
"MUSS IN EINER SERIE JEDER EIN INTRIGANT SEIN?"
Es wurde festgehalten, dass Familienministerin Göktaş in ihrer Rede Serien und Filme als wichtiges Element der kulturellen Diplomatie und der "Soft Power" bezeichnete.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Ministerin Göktaş betonte, man stehe nicht auf unterschiedlichen Seiten: "Wir stehen niemals gegeneinander. Wir sind Partner, eine Familie, es gibt kein 'Ihr und Wir'. Wir sprechen gemeinsam die Öffentlichkeit an. Serien und Filme sind ein wichtiges Instrument, um viele Botschaften zu vermitteln."
Es wurde hervorgehoben, dass Göktaş erklärte, man könne in dieser Angelegenheit mit gutem Willen ein Gleichgewicht finden und sei bereit, allen Produzenten, die mit einem Bewusstsein für soziale Verantwortung handelten, jede Art von Unterstützung zukommen zu lassen.
“FÜR EINSCHALTQUOTEN…”
Mit dem Appell "Lassen Sie uns gesellschaftliche Werte nicht für Einschaltquoten opfern" betonte Göktaş, dass Themen, die manchmal als "gewöhnliche Szenen" abgetan würden, eine weitaus stärkere Wirkung auf die Gesellschaft hätten.
Es wurde berichtet, dass Ministerin Göktaş zudem erklärte, sie werde die Forderungen der Produzenten bezüglich der Steuern an die zuständigen Ministerien weiterleiten.
Bei dem Treffen, auf dem die Produzenten einzeln das Wort ergriffen, äußerte ein Branchenvertreter: "Wir brauchen Bösewichte in Serien. Nur so können wir die Geschichte der guten Charaktere erzählen." Daraufhin kritisierte Ministerin Göktaş einige Serien und entgegnete: "Muss in einer Serie denn jeder böse oder ein Intrigant sein?"