MİT-Chef İbrahim Kalın zur Lage zwischen Aserbaidschan und Armenien: Wird für Stabilität in der Region sorgen

Der Leiter des türkischen Geheimdienstes (MİT), İbrahim Kalın, erklärte auf der Sicherheitskonferenz in Baku, die am 14. und 15. September in Aserbaidschan stattfand, dass ein endgültiges Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan die Verbindungen entlang der Route Aserbaidschan-Armenien-Nachitschewan-Türkei-Europa ermöglichen werde.

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Nach Informationen aus Sicherheitskreisen nahm der Leiter des türkischen Geheimdienstes (MİT), İbrahim Kalın, am 14. und 15. September an der Sicherheitskonferenz in Baku in Aserbaidschan teil. Das diesjährige Thema der Konferenz, an der die Leiter der Geheimdienst- und Sicherheitsbürokratien aus rund 50 Ländern teilnahmen, lautete "Moderne Herausforderungen für die Sicherheit globaler Transportwege".

Auf der Konferenz, bei der regionale und globale Herausforderungen erörtert wurden, traf MİT-Chef Kalın mit seinen Amtskollegen aus zahlreichen Ländern zusammen, führte bilaterale Gespräche und erörterte aktuelle Entwicklungen. In seiner Rede auf dem Sicherheitsgipfel in Baku ging Kalın auf das Vertrauensdefizit im globalen Umfeld, die zunehmende terroristische Bedrohung und die daraus resultierenden humanitären Folgen ein.

İbrahim Kalın wies auf die erfolgreichen Schritte Aserbaidschans zur Normalisierung des Lebens in Karabach hin, das nach dem 44-tägigen Krieg von der Besatzung befreit wurde, und betonte, dass ein endgültiges Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan für Stabilität und Entwicklung im Kaukasus unerlässlich sei. Kalın unterstrich, dass der zu schließende dauerhafte Frieden auch die Verbindungen entlang der Route Aserbaidschan-Armenien-Nachitschewan-Türkei-Europa sicherstellen werde, einschließlich der Öffnung des Sangesur-Korridors. Er wies zudem darauf hin, dass das sich schnell verändernde und zunehmend fragile internationale System im Kontext der Kriege in der Ukraine und in Gaza mit zwei bedeutenden globalen Krisen konfrontiert sei.

Kalın betonte, dass der Russland-Ukraine-Krieg durch den Aufbau einer neuen Sicherheitsarchitektur auf der Grundlage des Völkerrechts gelöst werden müsse. Er wies darauf hin, dass ein Waffenstillstand zur Beendigung des Krieges in Gaza, der zum Tod von mehr als 40.000 Palästinensern geführt habe, dringend erforderlich sei und der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden darin bestehe, die israelische Besatzung zu beenden und eine Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen. Kalın betonte die Bedeutung der Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates und stellte fest, dass Sicherheit und Freiheit auch die grundlegendsten Rechte des palästinensischen Volkes seien.

KONTAKTE ZUR BEENDIGUNG DER KRIEGE WERDEN FORTGESETZT

In diesem Sinne unterstrich Kalın, dass die Türkei ihre vielschichtige Geheimdienstdiplomatie, sowohl offen als auch verdeckt, fortsetzen werde, um die Kriege in der Ukraine und in Gaza zu beenden. Er erklärte, dass Terrorismus eine globale Bedrohung darstelle und der Kampf gegen Terrororganisationen wie den IS, Al-Qaida, den sogenannten IS-Provinz Khorasan (ISKP), Al-Shabaab, die für die Sahelzone zuständige Al-Qaida-Tochter Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM), die PKK und die FETÖ gemeinsam geführt werden müsse. Kalın betonte, dass man nicht zwischen Terrororganisationen unterscheiden dürfe und niemand sicher sei, solange nicht alle sicher seien.

Kalın wies auf die Bedeutung der Geheimdienstdiplomatie bei der Bewältigung der immer komplexer werdenden Bedrohungen in der aktuellen Geopolitik hin, die ein breites Spektrum von Gefangenenaustauschen bis hin zu Waffenstillstandsverhandlungen abdecke. Er sprach sich zudem dafür aus, das Sicherheitsforum von Baku durch die Einrichtung eines Sekretariats zu institutionalisieren.