MIT in Alarmbereitschaft: IS-Operationen vor Silvester dauern an
Im Zuge einer gemeinsamen Operation des türkischen Geheimdienstes MIT und der Polizei wurde in Malatya İbrahim Burtakuçin festgenommen. Auf seinen digitalen Geräten wurden Beweise für geplante Selbstmordanschläge des IS zum Jahreswechsel gefunden.
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Der türkische Geheimdienst (MIT) und die Generaldirektion für Sicherheit gaben bekannt, dass sie in einer gemeinsamen Operation in Malatya ein IS-Mitglied festgenommen haben, das Anschläge für Silvester vorbereitet haben soll. Infolge nachrichtendienstlicher Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Verdächtige namens İbrahim Burtakuçin weiterhin im Namen des IS in der Türkei aktiv war und versuchte, sich Konfliktgebieten anzuschließen.
PLANTE ANSCHLÄGE FÜR SILVESTER
Den Erkenntnissen des MIT zufolge stand Burtakuçin mit IS-Sympathisanten in der Türkei in Kontakt und bereitete einen größeren Anschlag für Silvester vor. Bei den Untersuchungen wurden zahlreiche digitale Materialien und Bilder sichergestellt, die zur Unterstützung des IS aufriefen.
BEWEISE FÜR SELBSTMORDANSCHLÄGE GEFUNDEN
Unter den bei der Operation beschlagnahmten digitalen Materialien befanden sich IS-eigene Software, Flaggen, Audiodateien zu Selbstmord- und Fedai-Anschlägen sowie Videos von IS-Führungskräften. Zudem wurde festgestellt, dass organisatorische Gespräche des Verdächtigen mit anderen IS-Mitgliedern aufgezeichnet worden waren.
Die Gendarmerie hatte ihr Personal bereits mit einer speziellen Warnung darauf hingewiesen, dass der IS für Silvester 2023 einen sensationellen Terroranschlag planen könnte. In einem internen Schreiben des Gendarmeriekommandos der Provinz Ankara vom 19. Dezember wurde dazu aufgerufen, die Sicherheitsmaßnahmen insbesondere in überfüllten Gebieten zu verstärken. Dem Schreiben zufolge gehörten zu den potenziellen Angriffsszenarien bewaffnete Überfälle, Selbstmordattentate, Autobombenanschläge sowie Angriffe mittels Drohnen.
115 PERSONEN IN GEWAHRSAM
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul gab bekannt, dass sie aufgrund von Informationen, wonach der IS insbesondere Weihnachts- und Silvesterveranstaltungen ins Visier nehmen könnte, 115 Personen festgenommen hat. Es wurde erklärt, dass durch diese Operation weitere Erkenntnisse über die Anschlagsvorbereitungen des IS gewonnen und eine größere Gefahr abgewendet werden konnte.