Mord an Taxifahrer Oğuz Erge durch Delil Aysal rückt Thema in den Fokus: 'Waffenschein'-Krise

Nach der Ermordung des Taxifahrers Oğuz Erge in Izmir ist die Krise der individuellen Bewaffnung erneut in den Fokus gerückt. Es wurde bekannt, dass von 34 bis 35 Millionen Waffen in der Türkei 30 Millionen nicht registriert sind.

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Waffengewalt in der Türkei nimmt kein Ende.

Während die individuelle Bewaffnung rapide zunimmt, hat die Ermordung des Taxifahrers Oğuz Erge in Izmir, der von seinem Fahrgast Delil Aysal erschossen wurde, das Thema der individuellen Bewaffnung in der Türkei erneut auf die Tagesordnung gebracht.

Laut einem Bericht von Meltem Güneş für Milliyet erklärte Dr. Ayhan Akcan, Vorstandsmitglied der Umut-Stiftung und Facharzt für Psychiatrie, die sich gegen individuelle Bewaffnung einsetzt, dass in der Türkei jedes Jahr sowohl die Zahl der mit Waffen begangenen Vorfälle als auch die Nachfrage nach Waffen um 5 Prozent steige.

Akcan wies auf die Anzahl der nicht registrierten Waffen in der Türkei hin, wo im vergangenen Jahr 2.500 Menschen getötet wurden.

NUR 4 MILLIONEN SIND REGISTRIERT

Akcan betonte, dass die individuelle Bewaffnung aufgrund mangelnder abschreckender Strafen und zahlreicher sozialer Probleme zunehme, und gab folgende Informationen:

„Nach unseren Zusammenstellungen aus den Polizeimeldungen kamen im Jahr 2023 infolge individueller Bewaffnung 2.500 Menschen ums Leben. In der Türkei gibt es 34 bis 35 Millionen Waffen; davon sind 4 Millionen registriert und 30 Millionen nicht registriert. Es gibt eine Nachfrage nach nicht registrierten Waffen, weil man sich nicht um die Dokumente kümmern muss, keine Gebühren anfallen und keine Registrierung erfolgt. Wer ein Verbrechen begeht, möchte nicht, dass bekannt wird, dass er eine Waffe besitzt.“