Mordfall Narin Güran: Minister Göktaş kündigt Berufung gegen das Strafmaß für Nevzat an
Die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, gab im Zusammenhang mit dem Mordfall Narin Güran bekannt, dass sie gegen das gegen den Angeklagten Nevzat verhängte Strafmaß Berufung einlegen werden.
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Die leblose Leiche der am 21. August im Stadtteil Tavşantepe im zentralen Bezirk Bağlar von Diyarbakır verschwundenen Narin Güran war am 8. September im Bach Eğertutmaz gefunden worden. Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır geführten Ermittlungen wurden von 23 festgenommenen Verdächtigen 12 Personen inhaftiert, darunter die Mutter Yüksel, der Bruder Enes, der Onkel Salim Güran sowie der Nachbar Nevzat Bahtiyar. Die Ermittlungen gegen Yüksel, Enes und Salim Güran sowie Nevzat Bahtiyar wurden abgeschlossen; die Anklageschrift, in der für die vier Angeklagten wegen "gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind" eine lebenslange Haftstrafe gefordert wurde, war am 23. Oktober vom 8. Schwurgericht Diyarbakır angenommen worden.
STRAFE WEGEN "VERNICHTUNG, VERSTECKEN ODER VERÄNDERN VON BEWEISMITTELN"
In der Urteilsverkündung am 28. Dezember wurden die inhaftierten Angeklagten Mutter Yüksel Güran, Bruder Enes Güran und Onkel Salim Güran wegen "gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind" zu lebenslanger Haft verurteilt, während Nevzat Bahtiyar wegen des Tatbestands der "Vernichtung, des Versteckens oder der Veränderung von Beweismitteln" zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt wurde.
WIR WERDEN BERUFUNG EINLEGEN
Die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, erklärte, dass sie den Fall Narin von Anfang an verfolgt hätten und nun die schriftliche Urteilsbegründung abwarteten. Ministerin Göktaş sagte: "Nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung werden wir gegen das gegen Nevzat Bahtiyar verhängte Strafmaß Berufung einlegen."