MSB-Quellen geben bekannt: Türkei und Irak werden Ernennungen auf Generalsebene vornehmen
Quellen des türkischen Verteidigungsministeriums (MSB) haben Erklärungen zum geplanten "Gemeinsamen Sicherheitskoordinationszentrum" mit dem Irak abgegeben. In der vom MSB veröffentlichten Erklärung hieß es: "Es wird in Bagdad eingerichtet und gemeinsam von jeweils einem Kommandeur im Generalsrang geleitet, der von der Türkei bzw. dem Irak ernannt wird."
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Das Verteidigungsministerium (MSB) hielt heute eine Pressekonferenz ab. Im Anschluss an das Treffen beantworteten MSB-Quellen Fragen.
Auf Fragen zu den Auswirkungen des mit dem Irak unterzeichneten Memorandum of Understanding auf die Praxis teilten die Ministeriumsquellen mit, dass der in einigen Medien veröffentlichte Vertragstext nicht der Wahrheit entspreche und sich von dem tatsächlich unterzeichneten Dokument unterscheide.
KAMPF GEGEN TERRORORGANISATIONEN UND VERSUCHE ZUM GRENZÜBERTRITT
Die Quellen erklärten, dass mit dem unterzeichneten "Memorandum of Understanding über militärische Zusammenarbeit, Sicherheit und Terrorismusbekämpfung" eine Kooperation zwischen den Parteien in den Bereichen Ausbildung von Militär- und Sicherheitskräften, Kampf gegen Terrororganisationen, gemeinsame Grenzsicherheit, Bekämpfung irregulärer Migration und illegaler Grenzübertritte, Kampf gegen Schmuggel und organisierte Kriminalität, nachrichtendienstlicher Informationsaustausch sowie militärische Verteidigung sichergestellt werde, und führten weiter aus:
"Das Gemeinsame Sicherheitskoordinationszentrum wird in Bagdad eingerichtet und gemeinsam von jeweils einem Kommandeur im Generalsrang geleitet, der von der Türkei bzw. dem Irak ernannt wird. In dem gemeinsamen Zentrum werden nicht nur militärisches, sondern auch ziviles Personal tätig sein. Die Anzahl und Qualifikation des einzusetzenden Personals sowie die Arbeitsverfahren werden als Ergebnis technischer Gespräche festgelegt.
'DAS HAUPTZIEL IST DIE BESEITIGUNG VON BEDROHUNGEN'
Andererseits wird im Stützpunkt Başika, der der irakischen Armee untersteht, ein Gemeinsames Ausbildungs- und Kooperationszentrum eingerichtet. Das von den Parteien gemeinsam verwaltete Zentrum wird in den Bereichen Ausbildung sowie Austausch von Wissen und Erfahrung tätig sein. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hauptziel des unterzeichneten Memorandums die Beseitigung der Bedrohungen ist, die von Terrororganisationen oder verbotenen Organisationen für die Souveränität und Sicherheit der beiden Länder sowie für die regionale Sicherheit ausgehen."
'DIE AKTIVITÄTEN DER GRIECHISCH-ZYPRIOTISCHEN VERWALTUNG WERDEN AKRIBISCH VERFOLGT'
Auf Fragen, ob die Stationierung von Truppen durch die USA und Großbritannien in der Republik Zypern nach den Spannungen zwischen Israel und dem Iran die Sicherheit der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) negativ beeinflussen könnte, erklärten die Ministeriumsquellen: "Die in letzter Zeit zunehmende Aktivität auf der Insel Zypern und die laufenden Aktivitäten der griechisch-zyprischen Verwaltung (GKRY) werden akribisch verfolgt; es werden notwendige Maßnahmen gegen jede Art von Bedrohung ergriffen, die sich gegen die Sicherheit der TRNZ richten könnte. Egal wer was aufbaut, wir verfolgen jede Entwicklung genau. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es hinsichtlich der Sicherheit der TRNZ keine Probleme oder eine negative Situation."