Muharrem İnce: 'Kein Rechtsstaat, sondern Willkür-Operationen'
Der Vorsitzende der Memleket Partisi, Muharrem İnce, reagierte auf die Festnahme des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, und seiner Mitarbeiter. İnce erklärte: 'Die heutigen Operationen sind keine Operationen eines Rechtsstaates, sondern eines Willkürstaates.'
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Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, und zahlreiche seiner Mitarbeiter wurden bei Razzien im Morgengrauen festgenommen. Die Reaktionen auf diese Operationen nehmen massiv zu.
Auch der Vorsitzende der Memleket Partisi, Muharrem İnce, äußerte scharfe Kritik an den Festnahmen.
İnce sagte: 'Die heutigen Operationen sind keine Operationen eines Rechtsstaates, sondern eines Willkürstaates.'
In einem Beitrag über seinen Social-Media-Account äußerte sich İnce wie folgt:
'Ein Rechtsstaat ist ein Staat, in dem sich die Regeln nicht je nach Person ändern, sondern für alle gleichermaßen gelten. Wenn das, was für mich verboten ist, für dich nicht gilt, oder wenn ich nach einem Gesetz bestraft werde, für das du nicht bestraft wirst, dann gibt es keinen Rechtsstaat. Die heutigen Operationen sind keine Operationen eines Rechtsstaates, sondern eines Willkürstaates. Die gegen politische Konkurrenten erlassenen Festnahme- oder Haftbefehle sind Entscheidungen, die genau zu einem Willkürstaat passen. Wenn man sich entscheidet, ein Willkürstaat statt eines Rechtsstaates zu sein, verarmt man innerhalb eines Tages um 10 Prozent, treibt die Inflation an, vertreibt Investitionen und lässt die Arbeitslosigkeit explodieren. Wer sein Land auch nur im Geringsten liebt, kann so etwas nicht tun.'