Murat Çalık nach Biopsie in Handschellen abgeführt

Der Bürgermeister von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, wurde aus dem Gefängnis, in dem er in Izmir inhaftiert ist, für eine Biopsie am Hals ins Krankenhaus gebracht und anschließend in Handschellen zurückgeführt. Dieser Vorfall löste bei Bürgern Empörung aus.

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Der Gesundheitszustand des Bürgermeisters von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, der im Rahmen der Operationen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul am 23. März verhaftet wurde, gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Çalık, der in der geschlossenen Justizvollzugsanstalt Izmir inhaftiert ist, verbleibt trotz ärztlicher Atteste weiterhin im Gefängnis; zuletzt wurde bei ihm eine Biopsie am Hals durchgeführt. Die entnommene Gewebeprobe wurde zur pathologischen Untersuchung geschickt und Çalık wurde erneut in das Gefängnis verlegt.

Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, äußerte sich ein Bürger, der Çalık im Krankenhaus sah, wie folgt: "Ich habe Murat Çalık im Katip-Çelebi-Universitätskrankenhaus mit Handschellen und umringt von zahlreichen Gendarmen gesehen. Sein Bruder versuchte, zu ihm zu gelangen. Es hat uns tief getroffen, ihn inmitten der vielen Patienten wie einen Terroristen in Handschellen zu sehen; wir haben unter Tränen zugesehen. Diese ungerechten und rechtswidrigen Verhaftungen sind eine Form der Folter. Als pensionierter Richter bin ich der Meinung, dass ein Teil der Ausbildung zwingend im Gefängnis absolviert werden sollte, damit Richter und Staatsanwälte darüber nachdenken, was sie da eigentlich unterschreiben."