Nach Aufruf von Terroristenführer Öcalan: Brisante Behauptung aus AKP-Kreisen: 'Innerhalb von DEM und PKK...'
AKP-Quellen äußerten sich zum Aufruf des Terroristenführers Abdullah Öcalan zur Waffenabgabe: "Der Iran von außen und marxistische Überbleibsel von innen könnten den Prozess infizieren. Ebenso gibt es Unruhe innerhalb der DEM und der PKK."
12punto
Der neue Öffnungsprozess, der mit dem Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli und dem Treffen der İmralı-Delegation der DEM-Partei mit dem Terroristenführer Abdullah Öcalan fortgesetzt wird, bleibt ein zentrales Thema auf der Tagesordnung.
Terroristenführer Öcalan traf sich am 27. Februar zum dritten Mal mit der İmralı-Delegation der DEM-Partei. Nach diesem Treffen verlas die Delegation den Aufruf des Terroristenführers zur Waffenabgabe.
Die für ihre Nähe zur Regierung bekannte Türkiye Gazetesi behauptete, dass nach dem Aufruf alle Eventualitäten hinsichtlich möglicher Provokationen im In- und Ausland geprüft und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden seien.
AKP- und hochrangige Sicherheitskreise kommentierten dies wie folgt: "Der Iran weiß auch, dass ihm keine Organisation mehr bleibt, die er in der Region einsetzen kann, wenn sich die PKK auflöst. Aus diesem Grund könnte der Iran versuchen, den Prozess in der kommenden Zeit durch die Nutzung ihm nahestehender Organisationsführer zu torpedieren."
"MAZLUM ABDİ HAT INNERHALB DER ORGANISATION KEIN SPEZIFISCHES GEWICHT"
AKP-Kader weisen zudem darauf hin, dass trotz der Aussage des YPG-Anführers Mazlum Abdi, Öcalans Aufruf richte sich nicht an sie, alle Elemente der Organisation, einschließlich der YPG, nicht gleichgültig gegenüber diesem Aufruf bleiben könnten: "Mazlum Abdi hat innerhalb der Organisation kein spezifisches Gewicht. Zudem gibt es hier nun eine neue Situation.
Die YPG muss sich mit der syrischen Regierung einigen. Die syrische Regierung ist ohnehin entschlossen, die Existenz der YPG zu beenden; wenn sie dem Aufruf nicht folgen, wird ihre Existenz ohnehin ausgelöscht.
In Syrien gibt es derzeit etwa 2.000 bis 3.000 bewaffnete PKK-Kämpfer. Diese verlassen Syrien bereits. Der bewaffnete Flügel der YPG hat keine andere Wahl, als die Waffen niederzulegen und sich der syrischen Armee anzuschließen. Die neue syrische Regierung wird eine einzige Armee sein.
In diesem Fall wird die YPG-Präsenz im Norden Syriens verschwinden, es wird keine schweren Waffen mehr geben. In einer solchen Situation stellt dies für die Türkei keine Sicherheitsbedrohung mehr dar", so die Einschätzung.
Zu dem Aufruftext äußerten sich die AKP-Quellen: "Öcalan hat gegenüber der Delegation, die ihn besuchte, als das Thema aufkam, persönlich gesagt: 'Erst Frieden, dann Lösung'. Er glaubt, dass er diese Arbeit mit einer historischen Mission erfüllt und dass solche Forderungen diese Mission überschatten würden."
Die AKP-Quellen, die behaupten, Terroristenführer Öcalan habe mit den Konventionen gebrochen, bewerteten die Lage wie folgt: "Er sagt offen, dass die PKK bedeutungslos geworden ist. Er erklärt, dass die Philosophie der PKK zusammengebrochen ist. Im weiteren Prozess ist der einzige Ausweg nun die Demokratie. Es gibt keine Autonomie, keine anderen Forderungen. Er akzeptiert all dies."