Nach Ausschlussentscheidung: Özgür Çelik weist diese zurück – „Diese Entscheidung ist rechtswidrig“

Der CHP-Vorsitzende für Istanbul, Özgür Çelik, hat vor dem Parteigebäude in Istanbul eine Erklärung abgegeben, nachdem die Führung um Kemal Kılıçdaroğlu ein Disziplinarverfahren gegen ihn und zahlreiche weitere Funktionäre mit dem Ziel eines Parteiausschlusses eingeleitet hatte.

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Çelik erklärte: „Diese Entscheidung ist rechtswidrig. Es ist eine Entscheidung, die die Befugnisse des Gremiums überschreitet, und als Istanbuler Parteivorsitzender erkläre ich hiermit ausdrücklich, dass wir diese Entscheidung nicht anerkennen.“

Özgür Çelik wandte sich an die vor dem Parteigebäude versammelten Parteimitglieder und betonte, dass der laufende Prozess nicht nur eine interne Angelegenheit der CHP sei, sondern in direktem Zusammenhang mit dem Kampf für Demokratie in der Türkei stehe.

Der Istanbuler CHP-Vorsitzende Çelik erklärte, die CHP sei seit langem politischem Druck ausgesetzt: „Seit einem Jahr und sieben Monaten sehen wir uns einem Mechanismus gegenüber, der darauf abzielt, die institutionelle Identität der CHP zu untergraben. Zuerst nahmen sie unsere Bürgermeister ins Visier, dann wandten sie sich gegen die institutionelle Identität unserer Partei.“

In Bezug auf das gegen ihn eingeleitete Disziplinarverfahren sagte Özgür Çelik: „Heute haben sie ein Disziplinarverfahren gegen die Istanbuler Parteileitung, gegen verschiedene unserer Provinzen in Anatolien und gegen unsere Vorsitzende der Frauenabteilung eingeleitet. Sie haben eine Erklärung veröffentlicht, die aus völlig vagen Formulierungen besteht, bei denen sie selbst nicht einmal verstehen, was sie damit sagen wollen. In dieser Hinsicht ist diese Entscheidung rechtswidrig. Es ist eine Entscheidung, die die Befugnisse des Gremiums überschreitet, und als Istanbuler Parteivorsitzender erkläre ich hiermit ganz klar und deutlich, dass wir diese Entscheidung nicht anerkennen.“

Çelik betonte, dass Aufgaben in der CHP nicht durch Gerichtsbeschlüsse, sondern durch Mitglieder und Delegierte bestimmt würden: „In der Cumhuriyet Halk Partisi entscheidet – ob es um den Parteivorsitz oder den Vorsitz in einer Provinz geht – wer welche Aufgabe übernimmt, allein durch die Mitglieder und Delegierten der CHP. Die Cumhuriyet Halk Partisi kann nicht durch die Entscheidungen einer politisierten Justiz gestaltet werden.“

Der Istanbuler Parteivorsitzende Çelik bekräftigte erneut, dass Özgür Özel der Vorsitzende der CHP sei: „Die Parteitagsdelegierten haben Herrn Özgür Özel viermal zum Parteivorsitzenden gewählt. Der gewählte Vorsitzende der Cumhuriyet Halk Partisi ist Özgür Özel.“

Özgür Çelik argumentierte, die Türkei befinde sich an einem Scheideweg: „Es geht hier nicht um die Angelegenheit der Cumhuriyet Halk Partisi. Es geht um eine Angelegenheit des Landes. Wird die Türkei demokratisch regiert werden, werden die Institutionen der Republik neu aufgebaut, oder wird dieses Land in eine Monarchie abgleiten? Das ist es, was diskutiert werden muss.“

„DIE OPPOSITION UND DIE CHP SIND VEREINT“

Çelik erklärte, dass die Opposition und die CHP-Organisation geeint seien: „Die 39 Bezirksvorsitzenden Istanbuls sind hier, unsere Bürgermeister sind hier, unsere Frauen- und Jugendorganisationen sind hier. Die Kader der CHP stehen zusammen. Wir werden angesichts dieser Angriffe keinen Schritt zurückweichen.“

Çelik schloss seine Erklärung mit den Worten: „Wir werden denjenigen nicht erlauben, die versuchen, die Wahlurne vor dem Volk zu verstecken. Wir werden denjenigen nicht erlauben, die versuchen, die verfassungsmäßige Ordnung mit Füßen zu treten. Wir werden unseren Kampf entschlossen fortsetzen. Wenn sie eine politisierte Justiz haben, dann hat das Volk ein Gewissen.“