Nachdem der irakische Oberschüler Yusuf K. den Schulleiter İbrahim Oktugan brutal ermordet hat, sprach der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft Eğitim-İş, Kadem Özbay, mit 12punto.

Der irakische Oberschüler Yusuf K. schoss auf den Schulleiter İbrahim Oktugan, von dessen Schule er zuvor verwiesen worden war, und tötete ihn brutal. Daraufhin beschlossen vier Bildungsgewerkschaften, am Freitag die Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaften fordern 'Gerechtigkeit im Bildungswesen'.

12punto

Die Türkei spricht über den Fall von İbrahim Oktugan, dem Schulleiter der Özel Eyüpsultan Final Akademi Anadolu Lisesi, der vor fünf Monaten von einem irakischen Oberschüler namens Yusuf K., der von der Schule verwiesen worden war, brutal erschossen wurde.

Der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft Eğitim-İş, Kadem Özbay, äußerte sich gegenüber 12punto.com.tr zu dem Mord, der die Türkei erschüttert hat.

Kadem Özbay sagte dazu:

„Die politische Führung muss von Rhetorik wie ‚Wir werden das berufliche Ansehen der Lehrer wiederherstellen, wir werden den Lehrern ein gewisses Maß an Persönlichkeit verleihen, mal sehen, ob es idealistische Lehrer gibt oder nicht, wir werden die Lehrer, die auf eine Anstellung warten, selbst prüfen‘ und von erhobenen Zeigefingern ablassen.

Es muss gezeigt werden, dass die Meinung von Lehrern in Bildungsprozessen eingeholt und wertgeschätzt wird.

Leider hat die Gesellschaft Gewalt mittlerweile in allen Lebensbereichen zu einem Teil ihres Alltags gemacht.

Diese Gewalt lässt sich nicht allein durch einen Täter erklären.

Die politische Führung muss von ihrer spaltenden und ausgrenzenden Sprache, der Bevorzugung der eigenen Anhänger, der Missachtung von Qualifikationen und ihrem Verständnis, das die Verfassung ignoriert, ablassen.

Es muss unverzüglich ein Gesetz gegen Gewalt im Bildungswesen verabschiedet und eine sehr abschreckende Praxis umgesetzt werden.

Am Freitag legen wir die Arbeit nieder, wir haben eine Protestaktion gestartet und tragen Schwarz. Wir fordern Gerechtigkeit im Bildungswesen.

Wir haben uns mit vier Gewerkschaften geeinigt. Wir sind uns mit den Vorsitzenden von Eğitim-Sen, Hürriyetçi Eğitim-Sen und Anadolu Eğitim-Sen einig, am selben Tag auf die Straße zu gehen. Von Eğitim-Bir-Sen und Türk-Eğitim-Sen gibt es keine positive Rückmeldung.“