Nach dem Skandal: Maßnahmen für Neugeborenen-Intensivstationen eingeleitet
Nach dem Skandal um die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, der zum Tod von 12 Babys führte, hat das Gesundheitsministerium gehandelt und die Abläufe auf den Neugeborenen-Intensivstationen neu bewertet. Das Ministerium entzog 10 Privatkrankenhäusern die Betriebserlaubnis und leitete Kontroll- sowie Verbesserungsmaßnahmen für alle Krankenhäuser ein.
12punto
Das Gesundheitsministerium hat nach dem Skandal, der zum Tod von 12 Babys führte, einen wichtigen Schritt unternommen.
Zur Umstrukturierung des bestehenden Systems auf den Neugeborenen-Intensivstationen wurde eine 13-köpfige Kontroll- und Bewertungskommission gebildet, die sich aus führenden Experten für Neugeborenen-Intensivmedizin in der Türkei zusammensetzt. Diese Kommission wird die Arbeitsabläufe auf allen Neugeborenen-Intensivstationen in Privat- und öffentlichen Krankenhäusern von Grund auf überprüfen.
Während das Ministerium im Zuge der Ermittlungen insgesamt 10 Privatkrankenhäusern die Betriebserlaubnis entzog, wurde angekündigt, dass die Kontrollen in Krankenhäusern landesweit verschärft, Mängel im System identifiziert und Neuregelungen getroffen werden sollen.
Die Kommission wird in der kommenden Zeit einen wissenschaftlichen Leitfaden für Neugeborenen-Intensivstationen erstellen und strukturelle Reformen für Privatkrankenhäuser auf die Tagesordnung setzen.
Die auf Anweisung von Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu gegründete Kommission zielt darauf ab, bestehende Defizite zu ermitteln und die Kontrollmechanismen im Gesundheitssektor effektiver zu gestalten.
Nach den Regelungen für Neugeborenen-Intensivstationen sollen auch für Notaufnahmen und Intensivstationen für Erwachsene neue Kommissionen gebildet werden.