Nach der Tragödie von Ortaköy: Ministerium ergreift Maßnahmen – Pflanzenschutzmittel nur noch auf Rezept
Nach dem Vergiftungsvorfall in Ortaköy, bei dem vier Mitglieder derselben Familie ums Leben kamen, ist die mangelnde Kontrolle beim Einsatz von Chemikalien erneut in den Fokus gerückt. Landwirtschaftsminister İbrahim Yumaklı kündigte an, dass Pflanzenschutzmittel künftig nur noch mit einem Rezept verkauft werden dürfen.
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Die Autopsie der Familie Böcek, die aus Deutschland zu Besuch in der Türkei war und in Ortaköy an den Folgen einer Vergiftung verstarb, wurde abgeschlossen. Dem Bericht zufolge ist die primäre Todesursache eine Vergiftung durch chemische Substanzen; eine Lebensmittelvergiftung wird als unwahrscheinlich eingestuft.
AUTOPSIEBERICHT BESTÄTIGT CHEMISCHE VERGIFTUNG
Nachdem alle Familienmitglieder innerhalb kurzer Zeit verstorben waren, ergaben detaillierte Untersuchungen, dass eine chemisch bedingte Vergiftung die wahrscheinlichste Ursache ist. Im Bericht wurde betont, dass eine mögliche Lebensmittelvergiftung in den Hintergrund rückt.
„PFLANZENSCHUTZMITTEL NUR NOCH AUF REZEPT ERHÄLTLICH“
Landwirtschaftsminister İbrahim Yumaklı kündigte nach dem Vorfall an, dass eine neue Regelung für den Einsatz und Verkauf von Chemikalien in Kraft treten wird. Yumaklı erklärte, dass das bereits zuvor angekündigte „Pflanzenrezept“-System nun verpflichtend eingeführt werde.
In der Erklärung von Yumaklı heißt es:
„Das von uns bereits angekündigte Pflanzenrezept-System. Mit diesem System werden Pflanzenschutzmittel künftig genau wie Humanarzneimittel nur noch mit dem Rezept eines Agraringenieurs erhältlich sein.“