„Ich bin Narin“-Nachricht auf dem Handy von Vater Arif Güran in den Prozessakten: Während der Suchaktion gesendet
Der Prozess um die Ermordung von Narin Güran ist zwar abgeschlossen, doch die Debatten halten an. Jeden Tag kommen neue Details aus den Prozessakten ans Licht.
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Die im Prozess gegen die Angeklagten verhängten Haftstrafen sorgten für viel Diskussion, doch ein nun bekannt gewordener Screenshot einer Nachricht dürfte für neuen Zündstoff sorgen.
Der Vater, Arif Güran, soll selbst überrascht gewesen sein, als er die Nachricht auf seinem Telefon sah. Nun richtet sich der Blick auf die Person, die als Absender der Nachricht identifiziert wurde.
DIE „ICH BIN NARİN“-NACHRICHT AUF DEM HANDY
In den Prozessakten befindet sich auch ein Screenshot einer Textnachricht, die an Vater Arif Güran gesendet wurde. Dem entsprechenden Protokoll in den Akten zufolge ging am 26. August um 18:20 Uhr, während Narin noch gesucht wurde, eine Nachricht auf dem Handy von Arif Güran ein. In dieser Nachricht stand: „Ich bin Narin“.
Wie Mynet berichtet, war Vater Arif Güran über diesen Vorfall verwundert und meldete die Situation umgehend den anwesenden Gendarmeriebeamten. Ein Screenshot der Nachricht wurde erstellt und ein Protokoll aufgenommen. Auch die Staatsanwaltschaft wurde über den Vorfall informiert.
ABSENDER DER NACHRICHT IDENTIFIZIERT
Bei den Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Nachricht vom Telefon einer Frau namens G.E. gesendet wurde, die bereits wegen „vorsätzlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung“ polizeilich erfasst ist. Wie die Frau an die Telefonnummer des Vaters gelangte und warum sie diese Nachricht verschickte, ist weiterhin unklar.
Im Prozess um die Ermordung der achtjährigen Narin Güran in Diyarbakır wurden die Angeklagten – die Mutter Yüksel, der Bruder Enes und der Onkel Salim Güran – zu lebenslanger Haft mit erschwerten Bedingungen verurteilt, während Nevzat Bahtiyar eine Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten erhielt.