Nagehan Alçı kommentiert 'Lethargie' bei Erdbebenopfern in Containern: Der Staat kann nicht ewig zahlen
Die Journalistin Nagehan Alçı äußerte sich nach einem Besuch in der Erdbebenregion auf ihrem Social-Media-Kanal kritisch über die Bewohner von Containerstädten und sprach von einer "Lethargie".
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Alçı, die angab, für YouTube-Aufnahmen in der Region gewesen zu sein, behauptete, dass die staatlichen Hilfen in den Containerstädten – wie Strom, Wasser, Heizung und Lebensmittel – bei einigen Bürgern zu einer Gewöhnung geführt hätten. In ihrem Beitrag stellte Alçı folgende Behauptungen auf:
"Leider hat sich in der Region eine Lethargie unter den Erdbebenopfern breitgemacht. Aufgrund der Möglichkeiten in den Containerstädten ist bei einigen Erdbebenopfern der Reflex verloren gegangen, Geld auszugeben. Da sie Ausgaben wie Strom und Heizung nicht selbst tragen wollen, ziehen einige Bürger, deren Häuser bereits fertiggestellt und übergeben wurden, lieber nicht in ihre sicheren Wohnungen ein, sondern leben weiter unter Containerbedingungen."
Alçı argumentierte, dass durch die kostenlosen staatlichen Leistungen der "Reflex, Geld auszugeben, verloren gegangen" sei, und fügte hinzu: "Niemand soll es mir übel nehmen, aber der Staat kann nicht ewig alles bereitstellen." Alçıs Äußerungen lösten in den sozialen Medien Empörung aus.
"NICHT FAIR"
Alçı bezeichnete die Forderung von Erdbebenopfern, die Mieter waren, nach staatlichem Wohnraum als "wirtschaftliche Belastung" und "Ungerechtigkeit" und argumentierte, dass die Mieten für neue Wohnungen in der Region im Vergleich zu Großstädten sehr günstig seien. Alçı bewertete die Situation wie folgt: "Wohnungen, die in Istanbul mindestens 50.000 kosten würden, liegen hier bei 8.000 bis 9.000. Es ist nicht fair, dass der Staat Mietern Wohnungen zur Verfügung stellt; Gerechtigkeit und Gleichheit sind nicht dasselbe."