Narins Vater nennt das Motiv für den Mord: 'Weil ich mich über ihn lustig gemacht habe...'

Im Fall des Mordes an Narin Güran gibt es eine weitere bemerkenswerte Entwicklung. Vater Arif Güran hat sein Schweigen gebrochen und erklärt, warum seine Tochter getötet wurde.

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Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır gegen die vier inhaftierten Verdächtigen im Fall des Mordes an Narin Güran, die am 21. August im Stadtteil Tavşantepe im Bezirk Bağlar von Diyarbakır verschwand und deren lebloser Körper am 8. September im Bach Eğertutmaz gefunden wurde, sind abgeschlossen. 

Die Anklageschrift gegen die inhaftierten Verdächtigen – die Mutter Yüksel Güran, den Bruder Enes, den Onkel Salim Güran und den Nachbarn Nevzat Bahtiyar – wegen des Vorwurfs des "gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind" mit der Forderung nach lebenslanger Haft unter erschwerten Bedingungen wurde vom 8. Schwurgericht Diyarbakır angenommen.

'ER HAT ES AUS TROTZ GETAN'

Wie Habertürk berichtet, äußerte sich Narin Gürans Vater Arif Güran nach der Anklageerhebung auf eindrucksvolle Weise. Auf die Frage "Gab es eine Feindseligkeit zwischen Ihnen und Nevzat Bahtiyar?" antwortete Vater Güran:

"Anfangs gab es eine. 10 bis 15 Tage, 10 Tage vor diesem Vorfall, gab es einen Autohandel zwischen ihm und mir. Er sagte definitiv: 'Ich akzeptiere das absolut nicht, ich werde dieses Geld nicht geben'. Es gibt Zeugen, ich habe sie gerufen. Er gab mir die Hälfte und ihm die Hälfte. Aber er stotterte dort ein wenig. Ich habe mich über sein Stottern lustig gemacht. Er hat es aus Trotz getan."

'ER SAß NEBEN MIR, TRANK TEE, NAHM AN DER SUCHE TEIL'

Auf die Frage "Aber trotz alledem hatten Sie keinen Verdacht, als Narin verschwand", antwortete Arif Güran wie folgt:

"Natürlich nicht... Warum hätte ich Verdacht schöpfen sollen? Der Mann nahm jeden Tag an der Suche teil, kam jeden Abend zur Moschee, saß neben mir, trank Tee, betete. Wenn ein Mensch so viel Mut hat... Er hat meine Tochter genommen und im Bach versteckt, er ist ein so mutiger Mensch, und er kam und saß neben mir, warum sollte er das nicht tun?"

Auf die Frage "Er behauptet, er habe die Leiche von Salim Güran erhalten. Könnte er deshalb zu dieser Tat fähig gewesen sein?" antwortete Vater Güran:

"Unmöglich. Als Nevzat Bahtiyar bei mir war, war Salim Güran nicht bei mir. Salim Güran war bei den Soldaten, da er der Dorfvorsteher war, war er mit den Soldaten unterwegs."