Netzwerk zerschlagen, das die türkische Staatsbürgerschaft zu 'günstigen' Preisen verkaufte: 'Ansehen des Staates geschädigt'

Ein kriminelles Netzwerk, das die türkische Staatsbürgerschaft, die normalerweise an den Erwerb von Immobilien im Wert von 400.000 US-Dollar geknüpft ist, zu "deutlich günstigeren" Preisen verkaufte, wurde zerschlagen. Es wird berichtet, dass das Netzwerk mehr als 800 Personen die türkische Staatsbürgerschaft verschafft hat.

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Die Untergrenze liegt bei 400.000 US-Dollar für die türkische Staatsbürgerschaft, die an eine Immobilieninvestition gebunden ist. Nun wurde eine Operation gegen ein kriminelles Netzwerk durchgeführt, das diese Staatsbürgerschaft zu "deutlich günstigeren" Preisen verkaufte.

Bei der Operation wurden 60 Personen festgenommen; es wurde festgestellt, dass dem Staat ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden ist.

Laut einem Bericht von Can Bursalı von Sözcü wurden 60 Personen, die als Vermittler für die Transaktionen ausländischer Staatsangehöriger fungierten, welche die türkische Staatsbürgerschaft durch den Erwerb von Immobilien erlangten, bei einer in Istanbul koordinierten Operation festgenommen. Es stellte sich heraus, dass der Staat um Milliarden türkische Lira geschädigt wurde. 

ÜBER 800 AUSLÄNDER

Durch das von den Verdächtigen aufgebaute Netzwerk erhielten über 800 Ausländer die Staatsbürgerschaft, indem sie den Anschein erweckten, die Immobilieninvestitionsvoraussetzungen erfüllt zu haben.

Die Luxusfahrzeuge, Immobilien und Bankkonten der 60 bei der Operation festgenommenen Verdächtigen wurden beschlagnahmt. Im Ermittlungsbericht zur Operation wurde dargelegt, dass die Immobilienpreise trotz Unterschreitung der gesetzlichen Grenze über Immobilienmakler und Bewertungsunternehmen künstlich hoch angesetzt wurden, wodurch der Straftatbestand der Urkundenfälschung erfüllt wurde.

ANSEHEN DES STAATES GESCHÄDIGT

Der Grund für den Vorwurf des Menschenschmuggels gegen die Verdächtigen liegt darin, dass sie es einem Ausländer, der nicht einmal ein legales Aufenthaltsrecht in der Türkei hatte, und dessen Familie ermöglichten, einen türkischen Reisepass zu erhalten. Da die Immobilieninvestition, die den Anspruch auf die Staatsbürgerschaft der Republik Türkei begründet, nur zum Schein getätigt wurde, wird den Verdächtigen zudem schwerer Betrug vorgeworfen. Der Ermittlungsbericht enthält auch die Feststellung, dass das Ansehen des Staates und die Reputation des türkischen Reisepasses auf internationaler Ebene geschädigt wurden.